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BeitragVerfasst: 16.07.2010 14:34 
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Ja, kann sein. Wie schon woanders geschrieben: Mein Interesse für Herrn Williams hat stark abgebaut. Ich mochte "Morning Sun" sehr, "Bodies" habe ich dann schätzen gelernt, als alle anderen mittlerweile die Augen verdrehten, weil es WIEDER im Radio oder in Kneipen oder Tanzschuppen lief. Hat bei mir echt lange gedauert, bis es zündete. Aber insgesamt fand ich das Album mau und Herrn Williams immer ausstrahlungsärmer. War einfach nicht mehr faszinierend. OK, war ja auch schon vor 10 Jahren auf einem Kontert von ihm und war da schon ein wenig geheilt :o . Escapology bleibt sein bestes Album, Sein Swing-Album hat mir den Swing nähergebracht, wofür ich ihm ewig dankbar sein werde und wenn's mit Take That eine tolle Reunion gibt, ist ihm das nur zu wünschen. Vielleicht würde ich mir sogar eine Show ansehen. :D


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BeitragVerfasst: 17.07.2010 03:59 
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Zitat:
Ein ernstgenommener Musiker wird er eh nicht mehr werden.


na ich denke schon, dass er das ist. es ist bei vielen künstlern / bands, die sich im popbereich länger als die üblichen 2-3 jahre halten, dass nach ungefähr 10 jahren sich eine absolute flaute einstellt, in der man auch kein bein mehr auf den kreativen boden bekommt, man auch keine gute presse bekommt und so weiter und sofort. wenn man diese phase überlebt und sich davon nicht beirren lässt, pendelt sich das so langsam wieder ein...

es gibt so viele beispiele:

depeche mode: waren in den achtzigern ne absolute teeny band und hatten ziehmlichen erfolg damit. dann aufeinmal: 1993: grunge regiert, synthipop is sowas von out und depeche mode sind auch eher ...naja... das "faith and devotion"-album war sicherlich kein sich schlecht verkaufendes album... aber eben nicht so krass wie die alben davor. z.b. violator....
ab exiter waren depeche mode dann wieder da... und heute sind sie eine der topbands überhaupt... niemand erinnert sich an die zeit, in der die band einfach nicht am start war...

auch elton john hat zehn jahre nach "your song" - nämlich so 1980 ca. eine zeit ohne hits und hitalben hingelegt. das ging erst wieder los mit "made in england" mitte der neunziger...

paul mccartney hatte in den 70ern mit den wings viel erfolg gehabt... 1980 (10 jahre nach seinem solodebut) war paul mccartney "nur"noch durch seine vergangenheit interessant. erst 1993 war mit "hope of deliverance" wieder ein song, da, der ihn wieder in die gegenwart holte. jetzt ist mccartney sicherlich VIEL höher als er das in den 80ern war...

ich schätze daher, dass robbie williams sich seit einiger zeit in dieser durststrecke sich befindet... und ich glaube nicht, dass er nicht ernstgenommen wird als musiker. dafür hat er einfach zu viele songs im petto (angles, let me entertain you, millenium, surpreme, feel, come undone), die schon jetzt als klassiker der gegenwartspopmusik bezeichnet werden... den status als musiker, wird man durch ein paar fehlentscheidungen vom managment oder klatschpresse, nicht los. dafür sind die menschen dann doch nicht doof genug
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BeitragVerfasst: 17.07.2010 07:24 
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david hat geschrieben:
1. depeche mode: waren in den achtzigern ne absolute teeny band und hatten ziehmlichen erfolg damit. dann aufeinmal: 1993: grunge regiert, synthipop is sowas von out und depeche mode sind auch eher ...naja... das "faith and devotion"-album war sicherlich kein sich schlecht verkaufendes album... aber eben nicht so krass wie die alben davor. z.b. violator....
ab exiter waren depeche mode dann wieder da... und heute sind sie eine der topbands überhaupt... niemand erinnert sich an die zeit, in der die band einfach nicht am start war...
2. auch elton john hat zehn jahre nach "your song" - nämlich so 1980 ca. eine zeit ohne hits und hitalben hingelegt. das ging erst wieder los mit "made in england" mitte der neunziger...
3. paul mccartney hatte in den 70ern mit den wings viel erfolg gehabt... 1980 (10 jahre nach seinem solodebut) war paul mccartney "nur"noch durch seine vergangenheit interessant. erst 1993 war mit "hope of deliverance" wieder ein song, da, der ihn wieder in die gegenwart holte. jetzt ist mccartney sicherlich VIEL höher als er das in den 80ern war...


Auch wenn es nicht gern gehört wird, aber Robbie Williams ist ein perfektes Beispiel dafür, wie belangloses Mittelmaß durch Hype und Hysterie... ach, drauf geschissen... Ich wollte gar nichts zu diesem Thema schreiben, sondern deine Ausführungen mit ein paar Worten ergänzen. ;)

1. Depeche Mode hatten mit "Songs of Faith and Devotion" und "Ultra" sehr grossen Erfolg. "Exiter" erreichte zwar in Deutschland die Spitze der Charts, blieb aber auf den wichtigen Märkten wie GB und USA hinter den Erwartungen zurück. Gleiches gilt für die Singles aus den Alben.

2. Elton John hatte in den späten siebziger Jahren in der Tat einen Karriereknick, der bis in die frühen achtziger Jahre andauerte. 1983 feierte er mit "Too low for zero" sein Comeback. Das Album warf mehrere Hits ab, obwohl es nicht die Spitze der Charts erreichte, bewies es einen langen Atem in den Verkaufslisten. Danach folgte eine Phase mit teils belanglosen Alben, doch 1989 veröffentlichte er mit "Sleeping with the Past" ein sehr gutes und erfolgreiches Album, dessen Stellenwert ungleich höher als der von "Made in England" ist.

3. "Hope of Deliverance" -da stimme ich dir vollkommen zu- ist einer von Maccas grössten Hits, sicher auch sein erfolgreichster Song aus den neunziger Jahren. In den Achtzigern verlief seine Karriere zwar wechselhaft, aber keinesfalls ohne grosse Erfolge. "Tug of War" (1982) war ein #1 Album in Deutschland, Großbritannien und den USA. Darüberhinaus war es ein -damals- sehr modern klingendes Album, während "Off the Ground" deutlich konservativer tönt (was ich keinesfalls als Nachteil werten möchte). Auch "Flowers in the Dirt" (1989) war -besonders in seiner Heimat- ein sehr erfolgreiches Album.

Was die Wahrnehmung der "breiten Masse" anbelangt, scheint mir der Stern McCartneys eher gesunken zu sein (nicht seine "historische" Bedeutung). Heute können viele Kinder/Jugendliche nichts mehr mit dem Namen McCartney anfangen, das war vor zwanzig Jahren anders, da war er noch "angesagt".
Ich bin zwar ein Radikaler, aber mehr noch bin ich ein Lüstling! (Lady Snowblood 2: Love Song of Vengeance)


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BeitragVerfasst: 17.07.2010 11:33 
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Ich erinnere mich noch daran, wie sehr meine damalige Musiklehrerin dieses Lied kritisierte... Belanglos und langweilig. Lief damals wirklich dauernd im Radio, das Video lief auch dauernd bei MTV. Ich fands gut damals. Nette Stimmung.


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BeitragVerfasst: 17.07.2010 13:42 
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at blap: ja natürlich haben alle drei beispiele in der phase erfolg gehabt, das ist garnicht so der punkt (ich gebe zu, dass es spät und ich echt fertig war, als ich den obigen beitrag schrieb). ich meine halt eher was das bewusstsein betrifft... es ist halt so, dass nach ca. 10 jahren für nen augenblick einfach die luft raus ist und der künstler/band so etabliert ist, dass es eben nichts mehr "besonderes" ist... vielleicht beginnt da dann auch ne gewisse verunsicherung bei den beteiligten, weil man auf einmal sich nicht mehr so sehr darauf verlassen kann, dass das, was man da produziert auch so ankommt, wie erhofft...

das rudebox album war sicherlich recht erfolgreich, aber hat viele fans von robbie, die auf songs wie feel oder rock dj (den hab ich oben total vergessen), etwas vor den kopf gestoßen... als reaktion darauf kam dann letztes jahr das neue album, was eben schon fast versönlich wirkt (wenn halt dadurch auch langweilig) ... das sind so die typischen schlenker, die in so ner "mittleren phase" auftreten... dieses: mal hat mans, mal hat mans nicht...

irgendwann, schätze ich, kommt dann auch bei robbie williams, die idee, dass es vielleicht besser wäre, wieder auf die mannschafft der ersten alben zu setzen und nicht zu sehr auf das was in dem augenblick modern ist...

ich war durchaus großer robbie sympatisant der ersten 3-4 alben und denke auch heute noch, dass das wirklich super alben waren. ich hoffe mal, dass da noch mal irgendwann was kommt, was sich mit diesen alben messen lassen kann.
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BeitragVerfasst: 18.07.2010 00:23 
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Scirocco hat geschrieben:
Ich erinnere mich noch daran, wie sehr meine damalige Musiklehrerin dieses Lied kritisierte... Belanglos und langweilig. Lief damals wirklich dauernd im Radio, das Video lief auch dauernd bei MTV. Ich fands gut damals. Nette Stimmung.


Welches Lied? "Hope of Deliverance"? Falls ja, war die gute Frau völlig neben der Spur. Ein Song, der gewissermaßen eine Message nach dem Motto "Friede, Freude und Eierkuchen für die gesamte Menschheit..." zum Ausdruck bringen möchte, sollte IMHO auf jeden Fall "einfach" und "griffig" sein. Er will jeden Hörer ansprechen, ergo muss er auch zugänglich und begreifbar sein.

So sind Teile des Lehrkörpers. Verkrampft und verkniffen, huldigen den Dampfschreiberlingen des unseligen Fülletong, was kann da schon bei rauskommen? Lediglich eine pseudointellektuelle, versülzte Sichtweise, erstarrt im Würgegriff verbitterter Literaten, die zum Lachen in den Keller gehen.




david hat geschrieben:
...ich meine halt eher was das bewusstsein betrifft...


Yup, ist angekommen.
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BeitragVerfasst: 18.07.2010 14:27 
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Blap hat geschrieben:
Scirocco hat geschrieben:
Ich erinnere mich noch daran, wie sehr meine damalige Musiklehrerin dieses Lied kritisierte... Belanglos und langweilig. Lief damals wirklich dauernd im Radio, das Video lief auch dauernd bei MTV. Ich fands gut damals. Nette Stimmung.


Welches Lied? "Hope of Deliverance"? Falls ja, war die gute Frau völlig neben der Spur.


Ja dieses Lied, und ja, diese Frau WAR und ist wahrscheinlich immer noch total neben der Spur.


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BeitragVerfasst: 06.08.2010 14:38 
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Sommerloch, auch im Forum, also auch hier:

Armer Wibbel: Robbie heiratet. Alles zu spät, wibbelsche. :hug2 .


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BeitragVerfasst: 07.10.2010 09:40 
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Diesmal lohnt sich die aktuelle ZEIT für Robbie Williams-Menschen... aber glücklicherweise ist das Interview (wesentlich besser als das beknackte Phil Collins-Interview) schon kostenfrei online:
http://www.zeit.de/2010/41/Robbie-Williams

Viel Spaß :D.


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BeitragVerfasst: 08.08.2011 15:36 
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Robbie Williams arbeitet schon wieder an einem neuen Soloalbum.
Auf seinem Blog berichtet er von rund 30 Songs für die er nur noch Texte schreiben muss.
Eine Zukunft mit Take That lässt er vorerst offen.
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BeitragVerfasst: 09.08.2011 02:57 
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ich denke nicht, dass eine robbie-solo karriere zwangsweise bedeutet, dass take that mit robbie keine chance hat. take that sollten jetzt für nen augenblick mal innehalten, denke ich. vielleicht dass alle sich ihren anderen projekten widmen oder so.

ich denke, es wäre das dümmste, was take that machen kann, ohne robbie ein album/tour zu machen...

es würde zwar irgendwo zeigen, dass sie nicht auf ihn angewiesen sind, aber die ganze sache sitzt scheinbar so tief, bei fans und der band, dass das "progress"-album einen ganz miesen nachgeschmack bekommt.

und dass es jetzt unsinn wäre, rasch eine nachfolgescheibe zu machen, ist, schätze ich, auch irgendwie logisch, also eben eine ohne robbie oder einem halbherzigen robbie, dessen herz gerade für sein eigenes "baby" schlägt...

dinge, die anscheinend einmalig sind, sollten es auch so lange wie möglich bleiben. viele filme hätten gut daran getan, wenn man keine fortsetzung oder eine serie daraus produziert hätte - wenn es nicht zwingende kümnstlerische gründe gibt.

ich fänds super, wenn in zwei jahren man den faden wieder aufnimmt und mit robbie ein weiteres album aufnimmt und bis dahin die sache auf sich beruhen lässt. gerne mit tour-dvd (wobei die ja wohl fest geplant ist) und anderen begleitenden produkten...

soll robbie doch ein soloalbum mit tour und allem scheiss machen und eben danach wieder mit der band ein album... das hat bei genesis die achtziger hindurch sehr gut geklappt (auch wenn die musik nichts mit take that zu tun hat ;) )
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BeitragVerfasst: 09.08.2011 08:03 
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david hat geschrieben:
ich denke nicht, dass eine robbie-solo karriere zwangsweise bedeutet, dass take that mit robbie keine chance hat. take that sollten jetzt für nen augenblick mal innehalten, denke ich. vielleicht dass alle sich ihren anderen projekten widmen oder so.

ich denke, es wäre das dümmste, was take that machen kann, ohne robbie ein album/tour zu machen...

es würde zwar irgendwo zeigen, dass sie nicht auf ihn angewiesen sind, aber die ganze sache sitzt scheinbar so tief, bei fans und der band, dass das "progress"-album einen ganz miesen nachgeschmack bekommt.

und dass es jetzt unsinn wäre, rasch eine nachfolgescheibe zu machen, ist, schätze ich, auch irgendwie logisch, also eben eine ohne robbie oder einem halbherzigen robbie, dessen herz gerade für sein eigenes "baby" schlägt...

dinge, die anscheinend einmalig sind, sollten es auch so lange wie möglich bleiben. viele filme hätten gut daran getan, wenn man keine fortsetzung oder eine serie daraus produziert hätte - wenn es nicht zwingende kümnstlerische gründe gibt.

ich fänds super, wenn in zwei jahren man den faden wieder aufnimmt und mit robbie ein weiteres album aufnimmt und bis dahin die sache auf sich beruhen lässt. gerne mit tour-dvd (wobei die ja wohl fest geplant ist) und anderen begleitenden produkten...

soll robbie doch ein soloalbum mit tour und allem scheiss machen und eben danach wieder mit der band ein album... das hat bei genesis die achtziger hindurch sehr gut geklappt (auch wenn die musik nichts mit take that zu tun hat ;) )


Inwiefern macht denn eine schlechte Film-Fortsetzung den ersten Teil weniger genial?
Der Vergleich mit Genesis passt nicht ganz, weil Genesis de facto ruhte, während Collins solo unterwegs war, und dafür wäre sich Take That sicherlich zu schade.
Wer weiß, wie man den Blog-Eintrag zu interpretieren hat. Tatsache ist ja, dass die Take That Shows sehr auf Williams gemünzt waren. Und vielleicht gefiel das den Leuten nicht? Vielleicht sind alte Ego-Reibereien aufgetaucht, vielleicht hat man die Take That-Zeit einfach nur romantisch verklärt gesehen, wie eine vergangene Beziehung, die nur in der Erinnerung toll war... (Ich war sehr verwundert, als ich damals in der Biographie "Feel" von Williams schon gelesen habe, wie sehr er es sich wünscht, wieder mit Take That aufzutreten). Und vielleicht... ganz vielleicht hat Williams einfach nur Bock, wieder ein Soloalbum aufzunehmen... soll ja ausreichen als Grund ^^.


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BeitragVerfasst: 09.08.2011 13:14 
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nun der vergleich mit genesis hinkt in sofern nicht, da es bei take that bislang nicht zu dieser situation gekommen ist und man jetzt die genesis-methode in betracht ziehen könnte. in sofern war es kein vergleich, sondern eine art idee, wie es vielleicht laufen könnte...

ich finde eben, dass progress ein ziehmlich interessantes album in der heutigen poplandschaft darstellt, welches zudem auch noch sehr erfolgreich war, natürlich auch weil robbie wieder dabei war... es war eben auch sehr riskant und an manchen stellen eben nicht "typisch" take that - weder die 90er take that, noch die vierer take that, noch robbie williams solo wurden hier stilistisch beachtet.

und ich fänds einfach schade, wenn beide parteien sich jetzt wieder ihrem "tagesgeschäfft" zuwenden und das ganze sich wieder in wohlgefallen auflöst. genauso schade fänd ich, wenn man eilig versucht einen nachfolger zu machen und robbie 2-3 songs mitsingen lässt (an denen er nicht mitgearbeitet hat, da er auf solotour ist, oder so) ....

man beachte ähnliche "fehler" der musikgeschichte...

yes... musikalisch völlig anders, aber: 1996 war große reunion mit eben dem "klassischen" lineup. es wurde zwei alben produziert mit live songs und neuen studiosongs. die kamen gut an und man wollte touren. aber die plattenfirma wollte ein weiteres neues studioalbum, was so schnell nicht geschrieben und produziert werden konnte. also hat man schnell die von chris squire geschriebenen songs für sein solo album zu yes-songs umfunktioniert... künstlerisch eben ein reinfall und machte die sachen ziehmlich madig... (und wakeman ging auch schon wieder von board)

ich fänds echt nicht verkehrt, wenn jetzt robbie sein album macht und danach take that mit ihm was neues macht.

ich glaube nicht, dass die show irgendetwas damit zu tun hat. take that hatten ihre halbe stunde zu viert, robbie hatte seine halbe stunde alleine und eben eine stunde zu fünft. wo ist das problem? ;)
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BeitragVerfasst: 09.08.2011 16:04 
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Zitat:
nun der vergleich mit genesis hinkt in sofern nicht, da es bei take that bislang nicht zu dieser situation gekommen ist und man jetzt die genesis-methode in betracht ziehen könnte. in sofern war es kein vergleich, sondern eine art idee, wie es vielleicht laufen könnte...


Ich finde schon, dass er hakt, weil ich nicht glaube, dass Take That sich das bieten lassen würden und auf Robbie warten. Sie haben mit zwei Alben bewiesen, dass sie ohne ihn Erfolg haben u nd nette Musik machen. Das Progress Album mag erfolgreich gewesen sein, ist aber pseudomoderner Popbrei, der nicht gut ankommt. Nicht von ungefähr war nur "The Flood", das wohl einzige Lied in alter Take That-Form als Single erfolgreich und omnipräsent gewesen.
Genesis arbeitete anders, weil es ohne Phil nicht funktioniert hätte. Take That könnten sehrwohl ohne Robbie... ist natürlich auch eine Frage, wie die Verträge aussehen.
(Hatte Robbie nicht auch angedeutet, dass er überhaupt keine Lust mehr auf Solomaterial hätte?)


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BeitragVerfasst: 09.08.2011 18:28 
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wie ich versucht habe es oben schon zusagen: ich weiss nicht, wie sie es handhaben (wie alle anderen ja auch) und bin gespannt wie sie es letztenendes machen. ich würds mir wünschen, wenn sie es so machen würden.

Zitat:
pseudomoderner Popbrei


ich würde mit ausdrücken wie "pseudo" oder - etwas deutscher "möchte-gern" immer etwas vorsichtig sein, denn dadurch, dass sie einen modernen sound gewählt haben (der als solcher ja anscheinend erkennbar ist) sind sie kein bisschen pseudo*. und das "popbrei", was ja anscheinend abwertend gemeint ist, kann ich mir nur dadurch erklären, dass du was anderes erwartet hast. und wenn take that irgendetwas sind, und zwar durch und durch, dann ist es POP...

und popmusik benötigt einen fremd-anstrich. pop ist nicht - wie z.b. blues oder jazz - in sich geschlossen, sondern muss in einer anderen musik leben. so kommt es, dass künstler wie madonna oder eben take that sich mal so orientieren und mal so. je nach dem was gerade angesagt ist. da steckt kein komentar zur qualität hinter jeglicher popmusik hinter. so ist das nun mal.

ich bin eben der ansicht, dass das progressalbum weit über dem steht, was aus der gleichen ecke kommt. die einfälle haben substanz und sind intelligent arrangiert. der sound wurde so genutzt, wie er eigentlich genutzt werden sollte, als unterstützendes element.


* "pseudo" wäre es, wenn Take That nicht konsequent vorgingen. wenn take that die gleiche musik wie in den 90ern machen würden nur eben anders produziert. aber das ist ja nicht so. die musik hat nichts mit dem zu tun, was sie damals machten bzw. zu viert.
es ist wirklich ein gräuel... wenn man als popkünstler sich wiederholt kriegt man haue, wenn man was neues probiert, auch. bei so wenig experimentierfreudigkeit seitens des publikums ist es kaum verwunderlich, dass jedes jahr ein neues casting produkt auf platz 1 der albumcharts steht. da kann man sich ziehmlich sicher sein, dass man das, was man erwartet, auch bekommt...
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