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BeitragVerfasst: 22.12.2013 23:29 
The Miracle
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PROG Magazine: "Nightwish Fired Me, Anette Olzon Admits"
Mit Geduld und Tesafilm kann man eine Katze an allem befestigen.


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BeitragVerfasst: 23.12.2013 00:37 
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Die Band hat inzwischen ein gegenstatement veröffentlicht und ich gehe davon aus, dass die Wahrheit wie immer in der Mitte liegt. Wobei es schon interessant ist, wie sich die Vorgänge Tarja und Anette ähneln....
Es gibt kein Fleisch von glücklichen Tieren. Nur von toten. (Karen Duve)

Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist, es ist nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt... (Die Ärzte)

Es ist das Zeitalter der Dummen. Wir bereiten den kollektiven Selbstmord vor. (Mohamed Nasheed)


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BeitragVerfasst: 18.02.2015 23:35 
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Die neue Nightwish-Single vom Album Endless Forms Most Beautiful.

https://www.youtube.com/watch?v=zPonioDYnoY
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BeitragVerfasst: 07.03.2015 21:04 
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Und Ende des Jahres Europa-Tour. Mal sehen, ob sie die Imaginareum-Tour toppen können.

16.11. DK Kopenhagen - Falconer
18.11. GER Hamburg - O2 World
19.11. NL Amsterdam - Heineken Music Hall
21.11. GER Oberhausen - König-Pilsener-Arena
23.11. FR Lyon - Hall Tony Garnier
25.11. FR Paris - POPB-Bercy
26.11. FR Toulouse - Le Zénith
28.11. CH Basel - St. Jakobshalle
29.11. IT Bologna - Unipol Arena
01.12. GER München - Zenith
03.12. GER Stuttgart - Schleyerhalle
04.12. GER Frankfurt - Jahrhunderthalle
05.12. GER Nürnberg - Arena
07.12. CZ Prag - Tip Sport Arena
10.12. RO Bukarest - Romexpo
14.12. GER Leipzig - Arena
15.12. GER Berlin Max - Schmeling-Halle
16.12. LUX Luxemburg - Rockhal
17.12. BE Antwerpen - Lotto Arena
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BeitragVerfasst: 07.03.2015 21:19 
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:zzz


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BeitragVerfasst: 08.03.2015 01:03 
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Was stört es den Mond, wenn der Hund ihn anjault... :twisted:
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BeitragVerfasst: 03.04.2015 20:22 
Sheer Heart Attack
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Und, was sagste zum Album?


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BeitragVerfasst: 06.04.2015 23:17 
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Ich bin noch etwas ambivalent.... Kommt nicht an Imaginareum ran, vieles ist abgekupfert von alten Riffs. 4 Songs gefallen mir trotz allem so gut, dass sie in Endlosschleife laufen. Der Rest muss noch sacken und 1-2 Totalausfälle sind wohl auch dabei. Am Anfang war ich komplett entsetzt, aber wie gesagt, die meisten Songs entfalten sich nach mehrfachem Hören.... Mehr folgt - watch this space;-) Und selber? Was sagst Du dazu?
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BeitragVerfasst: 07.04.2015 21:49 
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So, nun habe ich das Album heute noch 2,5mal gehört im Auto:

Die hohen Erwartungen, die das Marketing geweckt hat, finde ich insgesamt nicht ganz erfüllt. Das mag auch daran liegen, dass viele Kompositionen sehr routiniert klingen. Und man bei vielen Riffs das Gefühl hat, sie schon einmal gehört zu haben. Vielleicht ist es auch die (zu) oft verwendete Pentatonik, die auf Dauer die Songs etwas weniger spannend macht oder der oft gleiche Aufbau (ruhige Strophen, mehr Instrumente in Bridge und Refrain, im Instrumental dann erst ruhig, dann wieder stärker instrumentiert, etc.). Insgesamt fehlt dem Album ein wenig die Magie, die ein Imaginareum ausgelöst hat. Die Songs brauchen länger, um zu zünden. Ich hatte erst die Befürchtung, dass sie gar nicht zünden bei mir, dem ist zum Glück nicht so. Aber so schnell wie bei Imaginareum geht es nicht. Dazu fehlen vielleicht die klassischen Ohrwürmer wie I Want My Tears Back. Und ich merke bei einigen Songs, dass sie mich einfach nicht fesseln und ich mit den Gedanken abschweife, auch wenn ich wirklich nur das Album höre. Insgesamt werde ich einige Songs wohl die nächsten Tage in Endlosschleife hören, aber längst nicht alle. Das geht mir bei den meisten Nightwish-Alben so, aber bei diesem hier mehr als beim Vorgänger.

Zum Gesang: Ich mag Floors dunkle Stimme, und sie hat einiges drauf, das hört man trotz der angezogenen Handbremse deutlich. Allein wie sie in The Greatest Show on Earth gegen die Instrumentenwand anröhrt ist großartig, und dann kann sie lieblich singen wie bei Elan. Manchmal klingt sie wie Anette (Alpenglow ist z.B. ein Song, den Anette genauso hätte singen können), und beim Sopran dachte ich an Tarja zurück. Der Hype, der um sie gemacht wurde, hat die Erwartungen hoch gehängt. Und technisch ist sie perfekt, aber der Funken sprang bei mir persönlich am ehesten bei Anette rüber. Da war noch mehr Herzblut und Seele zu hören und spüren. Und man mag von Anette halten, was man will, mit Turn Loose the Mermaids, Scaretale und Slow, Love, Slow, hat sie sich Denkmäler gesetzt. Mir persönlich gefällt sie aber auch bei Songs wie Last Ride oft eh Day besser als Floor live. Und was mir auch fehlt: Marco – der hat zu wenige und dann nur zu leise gemischte Parts.

Nachdem ich nach einem Hördurchgang einen Verriss verfassen wollte, bin ich nun trotz allem deutlich positiver gestimmt. Es gibt einige Highlights, auf die ich auch live hoffe, aber auch einigen „Ausschuss“. Insgesamt ein gutes, solides Album, aber kein Meisterwerk, wie ich finde. Ich habe im Nightwish-Forum zwischen „Insgesamt gut“ (zweitbeste von fünf Kategorien) und „Mittelmäßig“ (dritte von fünf Kategorien) geschwankt und gebe aber dann doch ein gut…. Und als besten Song küre ich Alpenglow, wobei ich länger geschwankt habe, ob nicht My Walden oder Shudder den Titel bekommen sollten. Aber bei Alpenglow stimmt alles, finde ich.

Im Einzelnen:

Shudder Before the Beautiful: Ein flotter Opener, der an Dark Chest of Wonders erinnert. Nach mehrmaligem Hören aber ein Ohrwurm, der gute Laune macht und den man so schnell nicht aus dem Kopf bekommt. Und das Gitarren-Keyboard-Duell ist großartig. Endlich mal wieder! Definitiv ein Highlight des Albums.

Weak Fantasy: Der Song brauchte bei mir länger, aber nun gefällt er mir sehr gut. Auch hier: Riff schon gehört, aber vor allem in den Strophen schon ungewöhnlich. Und ein toller C-Teil. Hoffe, den Song live zu hören.

Elan: Poppig, routiniert, aber wunderschön. Ich mag die Pipes und die Tonartwechsel am Ende des Songs.

Yours Is an Empty Hope: Routiniert, “Riff-Recycling” (ist irgendwie immer das Gleiche), irgendwie Master Passion Greed II. Nett, schön hart, aber nichts Besonderes.

Our Decades in the Sun: Furchtbarer Anfang. An sich ein schöner Song, aber etwas lang und er berührt mich erheblich weniger als die Überballaden Swanheart, Walking in the Air, Dead Boy’s Poem und Higher than Hope. Ein Skip-Kandidat.

My Walden: Troys Gesang bereichert Nightwish ungemein, nochmal ein ganz anderer Klang. Eine schöne Folkrocknummer, Refrain mit Ohrwurmcharakter (wenn er auch klingt, als sei die Handbremse etwas angezogen). Cooler Break in der Mitte. Und definitiv eines der Highlights des Albums.

Endless Forms Most Beautiful: Das Gitarrenriff habe ich in den Keyboards von Storytime und auch auf dem Album vor allem vom Rhythmus her schonmal gehört;-) Ist schon etwas sperrig, ich merke, dass ich den Song trotz mehrmaligen Hörens außer der Titelzeile kaum im Kopf habe. Eine „leichtfüßige“ Nummer, die ganz okay ist. Kein Highlight, aber gut.

Edema Ruh: Erster Gedanke: Lückenfüllender Kitsch. Nun sehe ich den Song etwas positiver, aber Kitsch ist es weiterhin. Der Refrain ist nett. Und Troys Part am Ende reißt den Song raus. Aber insgesamt einer der Schwachpunkte des Albums.

Alpenglow: Der Song gefiel mir auf Anhieb. Ein Ohrwurm trotz der ungewöhnlichen Bridge. Da will man sofort mitmachen. Eines der Highlights des Albums.

The Eyes of Sharbat Gula: Bedrohlich, melancholisch, aber auch so monoton wie die Wüsten, im Nahen und Mittleren Osten, in denen die Kriege toben. Zu lang und zu wenig fesselnd. Ich hoffe, dass das 2015 nicht das obligatorische Instrumental wird….

The Greatest Show on Earth:
Four Point Six: Schönes Piano, schöner Soprangesang, guter Spannungsaufbau. Ob man dafür 6 Minuten ansetzen muss, weiß ich nicht.
Life: Endlich geht mal richtig die Post ab. Aber furchtbare Strophen – ich hasse Sprechgesang in jeder Form. Bridge und der getragene Refrain über der Doublebass reißen es aber raus. Die Stimme von Floor gefällt mir aber in dieser Tonlage (Refrain) nicht.
The Toolmaker: Beginnt wie ein Soundtrack zu einem Film zur Entstehung der Erde. Straighter Rocker, endlich mal Floor und Marco im Wechselgesang.
Das Ende: Passend zum Album und Konzept. Aber viel zu lang, überflüssig und nichtssagend. Live sollten sie Teil 1 gekürzt sowie die Teile 2+3 bringen.
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BeitragVerfasst: 13.04.2015 21:13 
Sheer Heart Attack
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Danke für die ausführliche und interessante Besprechung der Scheibe. Ich habe sie bislang 5 oder 6 mal gehört und finde sie gut. Ausführlicher in Kürze.


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BeitragVerfasst: 14.04.2015 07:13 
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Innuendo
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Ich bin gespannt!
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BeitragVerfasst: 16.04.2015 08:39 
Sheer Heart Attack
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Bevor in die Einzelbesprechung der Lieder gehe, muss ich eines vorausschicken: Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich tue mir grundsätzlich schwer mit Frauengesang. Das ist seltsam, denn im Alltag empfinde ich weibliche Sprechstimmen in der Regel als angenehm. Wenn ich mir die Liste meiner Lieblingsbands und Musiker ansehe, dann kommt da kaum eine weibliche Sängerin vor. Ja, es gibt positive Beispiele. Ich mag Abba. Hehe. Ich mag auch einzelne bekanntere Poplieder, die von Frauen gesungen werden. Aber in aller Regel und insbesondere im Metalbereich finde ich es im Grunde immer besser, wenn ein Mann singt.

Keine guten Voraussetzungen für Nightwish. Und tatsächlich habe ich mich schon oft gefragt, wie gut ich diese Band finden würde, wenn ausschließlich Marco Hietala singen würde. Der Kerl hat nämlich für mich ein überaus cooles Organ.
Den opernhaften Gesang von Tarja Turunen empfand ich tendenziell als störend, den Gesang von Olzen-Jansen (hätte ich das nicht vorher mitbekommen, wäre mir wahrscheinlich überhaupt nicht aufgefallen, dass da jetzt 'ne Neue singt) finde ich nett. Aber eben halt nur nett.
Nun wurde der Gesangsanteil auf dem aktuellen Album von Hietala auch noch merklich zurückgeschraubt. Das gefällt einem Mobbi wegen soeben Geschriebenen nicht sonderlich. Bleibt also die Hoffnung, dass die Scheibe kompositorisch durch die Decke knallt. Immerhin zählt Once trotz des von mir nicht sonderlich geschätzten Gesangs von Tarja Turunen wegen einiger fantastischer Kompositionen immerhin zu meinen liebsten 30 Alben aller Zeiten. Und auch Imaginaerum hatte zwei oder drei Meilensteine parat und konnte mich überzeugen. Ob das das neue Album auch vermag?

Die Einzelbesprechung:

Shudder Before the Beautiful
Vorweg: Ich mag die Melodien und den Folk-Einschlag. Das Lied ist schon ein Ohrwurm. Jedoch kein absoluter Knaller. Irgendwie habe ich das Gefühl, Harmonien und Melodien schon etwas häufiger in zumindest ähnlicher Form gehört zu haben. Irgendwann nutzt sich eben auch die beste Songidee ab. Der Gesang ist brav und geht angenehm ins Ohr, hinterlässt ohne markante Widerhaken aber keinen bleibenden Eindruck. Weiteres Manko: Das Lied ist viel zu lang. Zusammengestutzt auf 3:30 mit den wesentlichen Bestandteilen des Songs wäre es noch deutlich stärker. Dennoch ist das Lied ein guter Opener, der Lust auf mehr macht.
9/10

Weak Fantasy
Lied zwei schlägt in eine etwas härtere Kerbe. Den Vers finde ich ganz interessant. Leider ist der Refrain nicht sonderlich mitreißend. Solide, aber mehr leider nicht.
6,5/10

Élan
Hm, die nächste Folk-Nummer aus der Reihe der Lyra-Fernsehwerbung. Das ist nicht mal abwertend gemeint. Ich mag ruhige Klänge, wenn mich die Melodie abholt. Instrumental ein schönes Lied zum Mitsummen. Beim Gesang bin ich zweigespalten. Irgendwie wird mit so stark gezogener Handbremse gesungen, dass es schon fast wieder interessant wirkt. Die Stimme ist jedenfalls angenehm und trägt die feine (aber ebenfalls schon recht verbrauchte) Melodie souverän durch die knapp 5 Minuten. Auch hier hätten mir 3 Minuten Dauer völlig genügt.
8,5/10

Yours Is an Empty Hope
Die nächste etwas härtere Nummer. Endlich hört man im Refrain auch mal Hietala so richtig im Vordergrund. Leider ist es ein Teutonenmetal-Refrain. So nenne ich Refrains, die einfach stumpf mehrmals eine Zeile (oder im schlimmsten Fall ein Wort) wiederholen. Wenngleich der Refrain sogar irgendwie was hat. Insgesamt aber nix besonderes.
7/10

Our Decades in the Sun
Uffz. Das Lied ist ja sogar für den Eurovision Song Contest fast zu soft. Außerdem auch viel zu lang. Jetzt wo ich es schreibe: Zum ESC würde das Lied echt prima passen. Eine äußerst ruhige Nummer mit Schmalz und klebrigen Melodien. Ich finds nicht mal schlecht. Würde von mir wahrscheinlich sogar Punkte bekommen. Bisher gabs bei jedem ESC aber immer mindestens 5 Lieder, die stärker waren. Also: 5 Points from Rabbitland go to Finland!
6,5/10

My Walden
Ja, ja, ja! Darauf habe ich gewartet. Endlich kommt was, was mich so richtig begeistert und an vergangene Großtaten erinnert. Leider aber nur 15 Sekunden lang. Der Ethno-Pop-Beginn ist erstklassig. Eine total coole, angenehme Stimme. Wer singt da doch gleich?
Es folgt ein schönes Folk-Riff, das gut ins Ohr geht und meine Beine zappeln lässt. Wirklich gut. Dann setzt der Frauengesang ein. Naja, ist nett. Schöne Melodie und so. Der tolle Beginn (der sich als Refrain rausstellt) wird dann leider nicht von dem Ethno-Typen gesungen sondern wie üblich von Frau Jansen. Die macht das auch nicht schlecht, der Refrain kann schon was. Aber er fällt gegenüber dem Beginn dennoch stark ab. Und den furchtbaren Mittelteil hätte es auch nicht gebraucht. Das Lied reduziert auf 3 Minuten hätte gute Chancen, beim ESC von mir 12 Punkte zu bekommen. Oder sagen wir 10.
9/10

Endless Forms Most Beautiful
Komischerweise habe ich bei Titelsongs oft die Erfahrung gemacht, dass die nichts können. Obwohl man ja eigentlich das Gegenteil erwarten würde. Wenn man ein Album schon nach einem Song benennt, muss er doch auch irgendwie besonders gut sein. Ist aber kurioserweise oft überhaupt nicht so. In diesem Fall hier trifft weder das eine noch das andere zu. Das Lied ist nämlich gut, aber nicht überragend. Die Bridge gefällt mir sehr gut, der Refrain ist eingängig (jedoch auch schon etwas abgenutzt). Wirklich überraschend ist das Lied nicht. Insgesamt aber einigermaßen zufriedenstellend.
8/10

Edema Ruh
Hier gibt’s schon einen Bonus für den Titel. Keine Ahnung worauf er sich nun wirklich bezieht, aber in einem tollen Buch (Der Name des Windes) spielen die Edema Ruh eine Rolle. Und musikalisch passt das echt gut dazu. Beim zweiten Hören des Refrains hatte ich kurz das Gefühl, dass es Klick macht und ich einem großen musikalischen Moment beiwohne. Manchmal kommt das vor. Ich höre ein Lied bzw. eine Stelle im Lied und ich bin geflashed oder weiß, dass es mich bei nochmaligen Hören flashen wird. Tja, ich habe mich hier getäuscht, der kurze Funke hat den Flash nicht entzündet. Ich finde den Refrain gut, mehr jedoch nicht. Und zu allem Überfluss nutzt er sich schnell ab. Gut ist das instrumentale Zwischenspiel, da ist echt 'ne feine Gitarrenstelle dabei. Insgesamt trotz aller enttäuschter Erwartung aber eine starke Nummer.
9/10

Alpenglow
Erstaunlich einfache Harmonien beim Refrain, aber es funktioniert. Bis auf den Ausgang des Refrains (gefällt mir in seiner erzwungenen Dramatik nicht) eine gute Nummer.
9/10

The Eyes of Sharbat Gula
Wenn man sich nicht konzentriert mit der Musik beschäftigt sondern liest, zockt, schläft oder andere Musik mit Kopfhörern hört, dann kann das Lied ohne zu stören im Hintergrund dahinplätschern. Bei konzentriertem Hören ist es einfach furchtbar langweilig. 6 Minuten, das halte ich nicht aus. Reiner Skip-Kandidat.
3/10

The Greatest Show on Earth
So, nun also zum Epos. 24 Minuten. Nun gut. Als Feind von Liedern mit Überlänge muss hier schon was magisches passieren, um mich milde zu stimmen. Minutenlange Klangcollagen und Instrumentalstellen verleiden mir den Hörgenuss immens. Bei 24 Minuten muss man mich von Anfang an abholen, mitreißen und unterhalten. Kaum zu glauben, dass das 24 Minuten gelingen soll. Ich kenne nicht ein Lied, das länger ist als 10 Minuten und dem das gelingt. Tja, nun kenne ich eines. Denn was hier passiert ist so unglaublich, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Dieses Lied ist ein Meilenstein der Musikgeschichte. Diese unfassbaren Melodien, diese unbeschreibliche Atmosphäre. Hier passt alles! Ich gehe sogar so weit in meiner momentanen Euphorie, dieses Lied als eines der 5 besten Lieder aller Zeiten zu sehen. Ein absolutes Highlight.
Ist natürlich alles Quatsch. Wie befürchtet werden einige passable (aber nicht mal sonderlich gute) Passagen angereichert mit allerlei Schnickschnack, so dass sich ein solides Lied mit 4-Minutenpotenzial aufbläht zu einem 24-Minuten-Monster. Das Lied kann ich nur konsumieren, wenn ich mich nicht darauf konzentriere.

Insgesamt für mich also wenig Licht aber auch wenig Schatten. Echte Kracher (mit 9,5er oder 10er-Wertung) finde ich nicht auf dem Album, bis auf das Instrumental aber auch keine Ausfälle. Das ewig lange Lied am Schluss nervt zwar, hat aber zumindest ein paar gute Stellen (die noch ausstehende Wertung dafür: 6/10). Frau Jansen finde ich nett. Ich höre ihr zu und es tut nicht weh. Hm, genau das was man sich wünscht. Dass es nicht wehtut. :-/ Hietala fehlt an allen Ecken und Enden. Und die Kompositionen waren auf den letzten drei Alben zumindest deutlich begeisternder. Das klingt jetzt sehr negativ, ich muss das vielleicht relativieren. Schließlich sind ja auch 4 Lieder am Start, die richtig gut sind. Im allgemeinen Vergleich zu den sonstigen Veröffentlichungen in der weiten Musikwelt ist das Album immer noch ein sehr gutes. Es ist halt nicht so gut, wie ich es mir erhofft habe, weswegen die Wertung möglicherweise zu kritisch ausfällt. Möglicherweise aber auch nicht.

Insgesamt 7,5/10


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BeitragVerfasst: 16.04.2015 21:31 
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Innuendo
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Spannend - vielen Dank!

Es ging mir ja ähnlich, das Album wächst aber, wie ich finde. Aber die Schwachpunkte (schonmal gehörte Riffs etc.) sehe ich genauso, aber ich kann drüber weghören bei den SOngs, die bei mir zünden. Floors Stimme hat gewaltig Kraft, das gefällt mir, und dass sie eine eher dunkle Stimme hat. Der Sänger bei My Walden ist Troy Donockley, der auch die Pipes und so spielt. Wenn Du Marco Hietala so gerne hörst, bei Tarot ist er Leadsänger^^. Ich hätte mir auch mehr Einsätze von ihm gewünscht.

PS: Zu Once: Das ist das Album neben Ocanborn, das die meisten Songs hat, die bei mir 10 von 10 Punkten bekommen. Es hat aber auch unglaublich viel vergleichsweise mitelmäßige bis schlechte Songs drauf. Ich skippe da mehr Songs als bei Endless...

PPS: Was Frauenstimmen angeht, können Sciro und Du einen Club gründen;-) Aber das wird er nie erfahren, er liest hier ja nichtr mit. Nightwish sind uner seinem Niveau :twisted:
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BeitragVerfasst: 17.04.2015 18:39 
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Bei Tarot gefällt mir die Musik leider nicht so gut.


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BeitragVerfasst: 18.04.2015 00:31 
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Nicht unter meinem Niveau, spricht mich einfach nur nicht an. Und zudem deren Gehabe... alle paar Monate sehe ich die ja auf einem Cover auf einer Metal-Zeitschrift. UUUUUHHH, sind die BÖÖÖÖSE (und geschminkt)...


Und ja, auch unter meinem Niveau... Erstmal 2 Unlimited auflegen :fiesta .


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