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BeitragVerfasst: 19.05.2010 19:22 
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A Night At The Opera
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die kenne ich nicht...aber ich hab ...noch bevor ich die Bücher las, die Zeichentrickverfilmung gesehen...das war...als ich den ersten Videorecorder hatte...muss so 87 , 88 rum gewesen sein. Den fand ich auch klasse...ist übrigens erst vor kurzem wieder im TV gelaufen. Ich war frustriert...der Film war mitten in der Handlung zu Ende, und eine Fortsetzung gab es nicht :shock:


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BeitragVerfasst: 19.05.2010 19:24 
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Stoffel hat geschrieben:
Es gibt übrigens auch einen schönen Thread zum Thema, falls wir uns noch ein wenig austoben wollen. :D



Oooh :o

na dann...nix wie rüber :D


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BeitragVerfasst: 19.05.2010 19:39 
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Zitat:
Ich bin absolut keine Leseratte und les immer wieder die gleichen Bücher


Oscar Wilde soll ja gesagt haben, dass ein Buch, welches nicht wert ist, mindestens zweimal gelesen zu werden, sei überhaupt nicht wert, gelesen zu werden... :D

Da du ja anscheinend auch immer dieselbe Musik hörst, darf ich dann fragen, ob du auch immer dieselben Filme siehst?


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BeitragVerfasst: 19.05.2010 19:48 
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:lol: :lol: :lol: ja...also ich guck mir auch neue Filme an, wenn es in mein Genre passt.
Aber du hast schon recht, wenn ein alter Film kommt, den ich vor Jahren mal gesehen hab und der mich ansprach, dann guck ich den auch zum 10. mal wieder.

Da fällt mir als Beispiel spontan "Wir sind keine Engel" ein...mit Humphrey, Peter und Aldo.
Mich verbinden manche Filme oder Musik immer mit irgendwelchen Ereignissen in meinem Leben.

Diesen Film sah ich zum ersten Mal als ich mitten in meinen Abiturprüfungen war und ich jeden Abend bis spät in die Nacht büffeln musste (hab ABI 90 gemacht). Der Film ist irgendwas um 2 Uhr Nachts gekommen...danach sah ich die Welt irgendwie anders :?
Und wenn der Film kommt (ist meist um die Weihnachtszeit) dann guck ich ihn...er vermittelt mir irgendwie eine angenehme Atmosphäre..so als wäre alles in der Welt nicht so schlimm....


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BeitragVerfasst: 24.08.2010 09:19 
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Innuendo
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Sciro, hier ist so wenig los. Hast Du keine Zeit zum Lesen im Moment :twisted: :wink:
Es gibt kein Fleisch von glücklichen Tieren. Nur von toten. (Karen Duve)

Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist, es ist nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt... (Die Ärzte)

Es ist das Zeitalter der Dummen. Wir bereiten den kollektiven Selbstmord vor. (Mohamed Nasheed)


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BeitragVerfasst: 24.08.2010 09:45 
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Ich lese in der Tat zur Zeit nur Zeitung, Magazine, Aufsätze und Sachbücher... Wobei ich aber zwei Romane noch im Urlaub gelesen habe:

Stephen Fry - The Liar

und

Jason Starr . Twisted City

Während ersteres ein Roman ganz im Stil von Oscar Wilde ist (Wortgefechte, Bonmots etc.) und sich leider etwas undurchsichtig und unbefriedigend entwickelt (aber dennoch irgendwie ein nettes Leseerlebnis ist), ist letzteres der wahrscheinlich schlechteste Krimi gewesen, den ich je gelesen habe. Mag aber auch an der Übersetzung gelegen haben, die manchmal doch sehr holprig klang. Der "überraschende" Schluss dann war auch schon seit 200 Seiten offensichtlich, so dass man das Buch nur mit Augenrollen weglegen konnte. Hätte nicht gedacht, dass mir ein Diogenes-Roman soviel Enttäuschung einhandeln kann. Hatte ein anderes Bild von dem Verlag.


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BeitragVerfasst: 24.08.2010 15:19 
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Einen Ausfall darf jeder Verlag mal haben;-)

Ich habe gerade mal wieder einen Jeffrey Deaver durch (Der Täuscher). Wie immer spannend zu lesen, weil man bei Deaver immer noch eine Wendung und noch eine erwartet (und meist auch bekommt). Aber diesmal war doch vieles etwas offensichtlicher - oder man hat die Deaver-Denke langsam raus. Bedrückend war zudem, wie realistisch er ein modernes 1984 geschildert hat - seitdem denke ich über Kundenkarten etc. nochmal anders.... Seine Rhyme-Sachs-Romane sind übrigens trotz der leicht abfallenden Tendenz allesamt brillant.

Jo, und ansonsten lese ich Kinderbücher vor. Bei Interersse poste ich gerne mehr zu gaaaanz süßen Geschichten für ab 2-3jährige (Stichwort Kleine Krabbler).
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BeitragVerfasst: 30.09.2010 10:51 
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Heute gibt's drei gute Gründe, die ZEIT zu kaufen:

1) Die ZEIT lohnt ich (fast) immer!
2) Titelthema ist die Buchmesse Frankfurt: Bücher sind toll und wichtig, damit sollte sich jeder beschäftigen und außerdem gibt's einen Literaturteil extra und umsonst dazu.
3) Im ZEITMagazin gibt's 99 Fragen an Phil Collins, die natürlich auch beantwortet werden... von Phil Collins!

Zugreifen :D

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Ansonsten bin ich gerade mit Jonathan Franzens Freedom sehr glücklich. Habe sogar extra auf die "gebundene Ausgabe" gewartet, die etwas später als das Taschenbuch kam. (Bücher über 500 Seiten lese ich lieber im festen Format.) Aber wieder einmal ist der amerikanische Markt knauserig und schickt statt eines gebundenen Buches (Soll heißen, die Seiten sind zusammengebunden, nicht geklebt) nur eine etwas größere Version des Buches mit hartem Kartondeckel... die Seiten sind dennoch geklebt. Naja, egal, das Buch hat glücklicherweise eine schönere Aufmachung als die seltsamen anderen Ausgaben, das Druckbild ist toll, und die ersten Seiten lesen sich gar wunderbar.
Vorher habe ich noch Ian McEwans Amsterdam durchgelesen, eine kleine Geschichte unter 200 Seiten über Freundschaft, und die fiesen Eigenschaften von Menschen, wenn diese Freundschaft auf die Probe gestellt wird. Dieser Roman hat den Booker Prize bekommen... (Da haben mir dennoch einige Romane von McEwan besser gefallen)
Davor bin ich noch durch Siri Hustvedts Sorrows of an American gerauscht, welches hin und wieder richtig toll zu lesen ist, dann aber phasenweise Probleme hatte, mich interessiert zu halten. Die Sprache Hustvedts aber ist es eigentlich immer wert, gelesen zu werden, auch wenn die Geschichte dahinter nicht so wirklich packt auf manchen Seiten. (Und wieder hatte ich bei einer Autorin Probleme, dass der Ich-Erzähler ein Mann ist, keine Frau. Hat circa 50 Seiten gedauert, bis ich mich daran gewöhnt habe).

Was ich mir sonst noch für dieses Jahr vornehme: Nun, zum einen werde ich wohl auf die Buchmesse nach Frankfurt, da wird sicherlich der Buchvorrat aufgestockt werden, zum anderen wird der Man Booker Prize wieder verliehen und die shortlist, sowie die Long list klingt hervorragend, so dass einige Bücher davon sicherlich auch noch zum Zug kommen.
Ebenfalls bereits bestellt ist endlich Joe Hills Heart-Shaped Box. Alle paar Monate brauche ich einen Horror-Roman: Darin geht's um einen alternden Rockmusiker. Er fristet sein Dasein mit dem Einkaufen von schrägen okkulten Dingen. Unter anderem einen Anzug eines verstorbenen Mannes. Was er wohl nicht weiß: Dieser tote Mann ist der Vater eines ehemaligen Groupies, mit der der Rockstar einige nette Nächste verbacht hat. Nur hat sich dieser Groupie das Leben genommen. Der verstorbene Vater ist nun als Geist immer noch not amused über das Ganze.
Und außerdem muss ich endlich den Unendlichen Spaß beenden. Sonst werd ich nie meinen Avatar wechseln können :uglylol .


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BeitragVerfasst: 02.01.2011 21:16 
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Zitat:
Was ich mir sonst noch für dieses Jahr vornehme: Nun, zum einen werde ich wohl auf die Buchmesse nach Frankfurt, da wird sicherlich der Buchvorrat aufgestockt werden,


Hat sich übrigens in Grenzen gehalten. Habe lediglich ein Buch aus dem Gastland gekauft. Sittenlehre von Martín Kohan. Klein aber fein. Hat sich gelohnt.

Zitat:
zum anderen wird der Man Booker Prize wieder verliehen und die shortlist, sowie die Long list klingt hervorragend, so dass einige Bücher davon sicherlich auch noch zum Zug kommen.


Der Gewinner ist's geworden: The Finkler Question von Howard Jacobson. Jüdisches Leben in London. Hört sich etwas dröge oder ernst oder religiös oder gar politisch an... ist es auch... hier und da, aber im Kern sehr witzig. Ein Mann will zum Judentum konvertieren, ein Jude würde gern kein Jude mehr sein und gründet gar eine Juden hassen Juden-Gruppe (so in etwa) und einer ist ganz froh, einer zu sein, und gar stolz drauf... diese drei sind dann auch noch gute Freunde.
Leider hatte das Buch für mich auch einige Längen und ich musste mich manchmal durchquälen. Zum Schluss blieb aber die Erkenntnis: Hat sich gelohnt.

Zitat:
Ebenfalls bereits bestellt ist endlich Joe Hills Heart-Shaped Box.

Also hier war ich auch froh, es beendet zu haben. War mal wieder an der Zeit, ein Horror-Buch zu lesen, aber irgendwie war mir wohl doch nicht danach... oder ich bin nicht mehr für sowas zu haben? Man merkt jedenfalls deutlich, wer sein Papi ist. (Was ja nichts schlechtes heißen muss.)


Zitat:
Und außerdem muss ich endlich den Unendlichen Spaß beenden. Sonst werd ich nie meinen Avatar wechseln können


Ja, da war ich faul... steht auf der 2011-Liste ^^

Ian McEwan - Solar

Warum ich hier bin, ist aber Ian McEwan geschuldet. Sein neuer Roman Solar, ursprünglich Geburtstagsgeschenk gewesen, hat mich dann urplötzlich doch gepackt, und hab's zügig durchgelesen.
Michael Beard ist Nobelpreisgewinner. Recht früh in seinem Leben hat er ihn gewonnen, doch danach kaum wirklich was anderes auf die Beine gebracht. Stattdessen genießt er sein Leben: Saufen, Fressen und... sorry, F icken. Frauen... Ohne will er nicht, mit kann er nicht (lange). Ehe Fünf neigt sich gerade dem Ende, als das Buch beginnt, schließlich ist eine Affäre seiner Frau aufgeflogen. Unerhört... Dass er seine vorherigen Frauen, und auch die aktuelle am Laufband betrogen hat, mindert das Gefühl seines verletzten Stolzes nicht im geringsten.
Halbherzig versucht er, seine Ehe zu kitten, indem er den Konkurrenten zur Rede stellen will. Doch der demütigt ihn ebenfalls mit einer Backpfeife ("it really hurt!"). Die Arbeit kann ihm auch keine angenehme Ablenkung bieten, schließlich nervt sein Assistent ihn mit seiner naiven und überoptimistischen Einstellung, dass Solarenergie mit einer Erfindung tatsächlich die Abhängigkeit von Öl und Kohle ablösen könnte.
Beard will von alldem nichts wissen. Er suhlt sich in Selbstmitleid, trinkt zuviel, isst zuviel und ist faul faul faul.
Bei einem Unfall stirbt sein Assistent überraschend und Beard gelangt an seine Unterlagen... So naiv und unwahrscheinlich scheinen seine Ideen gar nicht gewesen zu sein... und so ändert Beard seine Meinung...

2000 beginnt der Roman, 2009 hört er auf. Dazwischen wird viel gefressen, fremdgegangen, Alkohol getrunken und über Solarenergie gesprochen. Und selten hat meinen einen so unsympathischen Hauptcharakter in einem Buch gehabt, wie in Solar. Die Analogie ist natürlich deutlich: Beard verkörpert die Menschheit, die weiß, dass man was tun müsste, um die Erde zu retten, aber letztlich ist er zu bequem, es wirklich zu tun. (Fantastisch die Stelle, bei der er tatsächlich so faul ist, seinen Daumen nicht 2cm herunterudrückenalassen, um auf der Fernbedienung, die schon in seiner Hand ist, ein Programm weiterzuschalten. Stattdessen schaut er sich 40 Minuten eine nervige Werbesendung an, die ihn nicht im geringsten interessiert.)

Die Thematik ist aktuell, und angenehm verpackt. Lediglich hier und da störten mich die allzu technischen Passagen zum Nobelpreisträger bzw seine Erfindungen. Im Kern geht's uns aber alle an: Öl wird bald weg sein, Kohle ebenfalls (noch dazu ist sie dreckig). Alternative Energiequellen sind notwendig. Darum kreist das Thema eigentlich. Aber wie wir alle uns nicht wirklich intensiv darum scheren (warum jetzt auf Luxus verzichten, damit meine Enkel es eventuell besser haben?), haben auch die Charaktere im Buch noch jede Menge andere Probleme.

McEwan ist ein toller Schriftsteller. Auch wenn er sich oft auf britische Probleme konzentriert, sollte man mal ein Roman von ihm testen. Solar wäre in meinen Augen keine schlechte Wahl, auch wenn's noch eingängigere Werke gibt.


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BeitragVerfasst: 14.06.2011 21:00 
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Ihr soltet mal "Männer sind wie Pfirsiche" von Harald Martenstein! witz auf höchsten Nivou!
Zitat:
Kurzbeschreibung

Subjektive Betrachtungen über den Mann von heute mit einem objektiven Vorwort von Alice Schwarzer - der Glossenband von Harald Martenstein

Ob Harald Martenstein vor wachsender Rinderfeindlichkeit in Deutschland warnt, oder ob er erläutert, wie man Steuerverwaltungen in den Wahnsinn treiben kann, indem man statt 94 Cent 49 Cent überweist - immer trifft der Egon-Erwin-Kisch-Preisträger ins Herz deutscher Empfindsamkeit. 52 notwendige Abschweifungen über das alltägliche Leben am Beginn des 21. Jahrhunderts - nicht nur für die eingefleischten Martenstein-Fans.

'Harald Martensteins Glossen in der Zeit sind weit gerühmt - und verdienen es, noch berühmter zu werden.' Frankfurter Neue Presse

'Grandios!' Buchmarkt

'Zu schnell hat man die 61 köstlichen Glossen verschlungen.' Donaukurier

Beschreibung
'Harald Martensteins Glossen in der Zeit sind weit gerühmt - und verdienen es, noch berühmter zu werden.' -- Frankfurter Neue Presse

'Grandios!' Buchmarkt 'Zu schnell hat man die 61 köstlichen Glossen verschlungen.' -- Donaukurier

leider habe ich grade keine tolle Leseprobe ausfindig machen können! aber das buch ist so genial! ich hab es, als ich es gekauf habe nicht mehr aus der hand nehmen können und es tatsächlich 6 mal hintereinander gelesen!
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Oh,Mother Mercury!Look what they´ve done to me
i cannot run
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BeitragVerfasst: 14.06.2011 21:02 
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Warum denn sechs mal? :shock:


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BeitragVerfasst: 14.06.2011 21:59 
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weil er einfach nur genial ist! es lohnt sich wirklich^^ malganz davon ab das eh den hang zur übertreibung habe wenn mir etwas gefällt! dann les/ Höre/ sehe ich das so oft bis ich mal eine weile lang wirklich keine lust mher drann habe!
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BeitragVerfasst: 03.07.2011 14:20 
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Martensteins Beiträge im ZEIT-Magazin lese ich eigentlich ganz gerne. Aber gleich ein ganzes Buch? Nee, erstmal kein Interesse.

Habe dafür eine mehrmonatige Roman-Pause endlich beendet und kann damit kurz über

Siri Hustvedts Summer without Men berichten.

Nach 30 Jahren Ehe verlässt Mias Ehepartner sie für eine jüngere französische Arbeitskollegin und fordert eine "Pause". Mia bricht zusammen, wird für kurze Zeit im wahrsten Sinne des Wortes wahnsinnig, und bemüht sich danach, langsam ihr Leben unter Kontrolle zu bringen. Sie lernt neue Menschen kennen, beobachtet Geschehnisse um sie herum und bewertet ihr Leben als auch die Rolle der Frau in der Gesellschaft.
Es geht viel um weibliche Sexualität, Feminismus und das Leben an sich als Frau. Was ist wichtig, was nicht, warum lässt man sich auf Männer ein, wenn es doch soviel Stress verursachen kann. Hört sich nach krasser Frauenlektüre an, ist es wahrscheinlich auch, aber dennoch oder deswegen fand ich es erfrischend anders. Die englische Originalausgabe ist mit knapp üner 200 Seiten auch kurz genug zum schnellen Durchlesen.
Hustvedt ist eine sehr gebildete Frau und zeigt es auch hin und wieder. Ein literaturwissenschaftlicher Grundkurs vor der Lektüre ist zwar nicht wirklich zwingend für das Verständnis des Romans, macht ihn aber umso lustiger und spannender


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BeitragVerfasst: 09.08.2011 17:41 
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Sommerzeit ist Lesezeit. Und da unser Sommer eh Herbst ist, umso mehr ^^.

Paul Austers City of Glass sowie Moon Palace habe ich beide mal wieder gelesen. Während ich City of Glass diesmal schon ziemlich konstruiert fand, aber dennoch clever, hatte ich mit Moon Palace diesmal wirklich einige Passagen, die sich etwas zogen. Sehr seltsam übrigens, dass ich mich so schlecht an die Romane erinnern konnte, weil ich beide bestimmt jeweils 3-4 mal gelesen habe und auch toll fand. Ergo habe ich sie ja wiedergelesen. Bin wohl ein oberflächlicher Leser :? .
Und soeben in einem Rutsch durchgelesen: Peter Stamms Agnes. Roman/Novelle über Bindungen und Bindunssängste, Liebe, Verlust, Tod... hat auch durchaus postmoderne Elemente, die aber nicht so nerven können wie Paul Austers City of Glass. Stamms Hauptcharakter ist Autor und schreibt über seine Beziehung einen Roman und versucht so, die Beziehung zu beeinflussen. Das klappt natürlich nicht so richtig... aber eigentlich geht es noch um viel mehr. Zum Schluss fragt man sich dann als Leser aber doch, ob man gerade das fertige Produkt des Hauptcharakters liest. Der Schluss von Agnes hat mich dann doch recht mitgenommen. Ging durchaus unter die Haut. brrrrrr

Und soeben angefangen: Jonathan Lethems Chronic City, mal wieder ein New York-Roman.

Und der neue Roche-Schmuddelroman wird sicherlich auch gelesen. Da geht's schließlich um Fellatio vs Feminismus. Mal sehen wer gewinnt ^^


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BeitragVerfasst: 09.08.2011 22:40 
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Ich habe das Buch verlegt, das ich lesen wollte, Mist! Es war mir vor ein paar Monaten zu deprimierend, jetzt will ich es und es ist irgendwie futsch! Wie kann das nur passieren!?


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