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BeitragVerfasst: 30.11.2008 13:01 
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News Of The World
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Da wir Ihn ja leider nicht selbst Fragen können und ich bezweifle dass er so leicht zu erreichen wäre wie Dr. May heute und sich die Frage dann ja auch gar nicht gestellt hätte bleibt uns nur ein Blick in die Vergangenheit.

Ich bin bei der Lektüre von: Freddie Mercury – Ein Leben in eigenen Worten“ auf einige Zitate gestoßen die sich im übertragenen Sinn mit der Thematik befassen. Diese Sammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit (bitte ergänzen!) und leider sind ja auch weder Quellen, Jahr noch Inhaltlicher Zusammenhang angegeben so dass es nur als Grundlage für Spekulationen dienen kann. Das meiste habe ich in Kapitel 18 – „Staying Power“ gefunden:

Es ist sehr schwierig, besonders nach so langer Zeit, noch bahnbrechende neue Ideen aus dem Ärmel zu schütteln. Ich will immer etwas neues machen. Ich will nicht immer und immer wieder dasselbe Muster verwenden, weil man dann einfach verrückt wird. Ich will nicht abgeschmackt werden. Ich will kreativ sein.

Die Leute erwarten eine Menge von einem, wenn man erfolgreich ist, aber in gewisser Weise ist man immer nur so gut wie sein letztes Album.

Ich hasse es, mir selbst einzugestehen, dass ich den Gipfel erreicht habe, denn danach führen alle Wege nur noch abwärts. Wenn man den ganzen Weg nach oben geht, dann kann es nur noch nach unten gehen.

Auf eine bereits erarbeitete Akzeptanz kann man sich nur bedingt verlassen. Freilich können wir auf die Loyalität unserer Fans bauen, aber man kann sich nur bedingt darauf verlassen, dass das für immer so weitergeht, nur weil man einen einzigen Hit gehabt hat. Man muss immer wieder für Nachschub sorgen.

Nach all den Jahren möchte man nicht mehr, dass es immer so ein Kampf ist, bis man einmal etwas auf den Weg gebracht hat. Man hat das alles schon hinter sich. Ich finde, man sollte möglichst viel Spaß haben – eine Liveaufnahme zum Beispiel sollte Spaß machen.

Solange die Leute die Musik noch kaufen, ist alles in Ordnung.

Es ist wie ein Überlebenstraining. Natürlich könnten wir auch alles hinwerfen und sagen, wir haben genug, und danach zufrieden weiterleben, aber darum geht es uns nicht. Uns geht es darum, Musik zu machen. Das ist die Sache, die mich am meisten interessiert.

Also werden wir auch weiterhin gegen den Strom schwimmen. Die Vorstellung der Leute und die Erwartungen, die sie an uns richten, sind uns dabei egal. Wir haben keine Angst davor, solche Sachen zu machen.

Ich liebe die Herausforderung, und ich liebe es, Dinge zu tun die nicht zum Mainstream gehören. Wenn es klappt, wird es manchmal eine ganz große Sache, oder es wird ein ganz großer Flop, aber dieses Risiko nehme ich gern auf mich.

Wenn einer geht, einer von uns vieren, dann wäre das das Ende von Queen, Wir sind vier gleiche, untrennbar miteinander verbundene Teile. Und jeder Einzelne könnte ohne die anderen drei Teile einfach nicht funktionieren.

Ich bewundere Leute, die das tun können – die tatsächlich feststellen, dass es nicht mehr so gut läuft, dass sie ihr Bestes gegeben haben und dass es nun an der Zeit ist, etwas anderes zu versuchen.

Was auch kommen mag, wir werden einfach weitermachen, bis einer von uns tot umfällt oder so oder einfach ersetzt wird. Ich glaube, wenn ich plötzlich aussteige, hätten sie alle Hände voll zu tun, mich zu ersetzen. Nicht leicht, mich zu ersetzen, hm?
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BeitragVerfasst: 30.11.2008 13:11 
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Brian und Roger erwähnen ja gerne, dass Freddie Paul Rodgers absolut toll fand als Sänger und das Album Fire and Water eine Bibel für sie gewesen wäre.
Ich glaube, dass das alles Übetreibungen sind, um ihr jetztiges Projekt zu rechtfertigen. Immerhin habe ich noch keine einzige Zeile darüber gelesen, dass Freddie Paul Rodgers verehrt, oder auch nur hört. Belegt sind aber seine Verehrung für Montserrat (logischerweise) oder Aretha Franklin.
Ich kenne natürlich keinen der betroffenen Personen, und allein schon die Frage, was ein verstorbener Mensch wohl über eine gewisse Entwicklung denkt, ist eine Frage, die ich irgendwie nicht richtig beantworten kann, weil sie einen Widerspruch enthält. Aber wenn Freddie tatsächlich Brian nahegelegt haben soll, seine Single oder das Album Back to the Light nur kurz nach Freddies Tod zu veröffentlichen, weil das nun einmal ungemein viel Publicity einbringen wird, dann kann ich mir nur vorstellen, dass Freddie auch keine Probleme damit gehabt hätte, dass Brian und Roger (und John) unter dem Queen-Banner weitergearbeitet hätten. Und ersetzen tut ihn ja niemand. Und diese Idee mit dem "+" ist ja gar nicht mal so blöd. Immerhin ist Paul Rodgers ein eigenständiger Künstler, der mit anderen Größen schon zusammen gearbeitet hat und selber nach Return of the Champions selber eine Live CD und DVD herausgebracht hat mit eigenem Material.


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BeitragVerfasst: 30.11.2008 17:15 
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Scirocco hat geschrieben:
Brian und Roger erwähnen ja gerne, dass Freddie Paul Rodgers absolut toll fand als Sänger und das Album Fire and Water eine Bibel für sie gewesen wäre.
Ich glaube, dass das alles Ãœbetreibungen sind, um ihr jetztiges Projekt zu rechtfertigen.


So... und warum sollten sie das? Warum sollte man so etwas rechtfertigen müssen?

Scirocco hat geschrieben:
Immerhin habe ich noch keine einzige Zeile darüber gelesen, dass Freddie Paul Rodgers verehrt, oder auch nur hört. Belegt sind aber seine Verehrung für Montserrat (logischerweise) oder Aretha Franklin.


Die meisten wirklich großen Sänger/innen verehren Aretha! :D Ich wage es aber zu bezweifeln das Freddie sie als seine Nachfolgerin gesehen hätte ;)
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BeitragVerfasst: 30.11.2008 17:29 
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Ich hab mal im Thread-Titel das wunderhübsche ß eingefügt. :engel


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BeitragVerfasst: 30.11.2008 18:11 
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Chrissy hat geschrieben:
Scirocco hat geschrieben:
Brian und Roger erwähnen ja gerne, dass Freddie Paul Rodgers absolut toll fand als Sänger und das Album Fire and Water eine Bibel für sie gewesen wäre.
Ich glaube, dass das alles Ãœbetreibungen sind, um ihr jetztiges Projekt zu rechtfertigen.


So... und warum sollten sie das? Warum sollte man so etwas rechtfertigen müssen?



Weil viele die Zusammenarbeit mit Rodgers kritisieren. Das sagen sie ja selber so.

Mir ist es ja relativ wurscht. Für mich haben Brian und Roger das Recht, den Namen zu nutzen.


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BeitragVerfasst: 30.11.2008 22:06 
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Electricfire hat geschrieben:
Ich hab mal im Thread-Titel das wunderhübsche ß eingefügt. :engel


danke! ;)

was war denn vorher - das zumindest nicht unlogische blos oder das völlig unmögliche bloss?
queen 1982/1984 — the cross 1988/1990 — brian may 1993/1998 — queen + paul rodgers 2005/2008



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BeitragVerfasst: 01.12.2008 00:38 
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Also ich glaube nicht, dass Brian und Roger übertreiben müssen, um sich dafür zu rechtfertigen. Selbst wenn nirgendwo erwähnt wird, dass Freddie Paul verehrt und seine Musik geliebt hat, heißt das nicht, dass es nicht so wahr.
Es ist wirklich eine schwere Frage, zu sagen, ob Freddie das gutheißen würde.
Ich bin mir aber relativ sicher, dass Freddie nichts dagegen hätte, dass die Jungs weitertouren, auch unter dem Namen Queen.
Wenn Brian und Roger immer sagen, dass Freddie es gut finden würde, vertraue ich ihnen da einfach mal. Ich glaube einfach nicht, dass sie sowas ausnutzen würden.
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BeitragVerfasst: 01.12.2008 10:17 
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Electricfire hat geschrieben:
Ich hab mal im Thread-Titel das wunderhübsche ß eingefügt. :engel


So schön ist daß ß aber auch nicht, Herr Lehrer :pueh
Wer noch mehr Rechtsschreibfehlers findet darf sie behalten :zunge

:lol Nee, Frank mal ernsthaft: danke für die Moderation. Ist mir im Eifer des abtippens passiert.

ha-jo hat geschrieben:
was war denn vorher - das zumindest nicht unlogische blos oder das völlig unmögliche bloss?


Boah ey, ist das wirklich wichtig um festzustellen wie sehr ich mich zum Deppen gemacht habe? respekt!

DelilahMercury hat geschrieben:
Es ist wirklich eine schwere Frage, zu sagen, ob Freddie das gutheißen würde.


Das finde ich auch daher wollte ich hier Zitate sammeln, welche im weitesten Sinne auf die "neue" Gruppe zutreffen könnten.

Scirocco hat geschrieben:
...Ich glaube, dass das alles Ãœbetreibungen sind, um ihr jetztiges Projekt zu rechtfertigen. ...
...dass Freddie auch keine Probleme damit gehabt hätte, dass Brian und Roger (und John) unter dem Queen-Banner weitergearbeitet hätten. ...


Beides sehe ich zu 100% genau so.
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BeitragVerfasst: 01.12.2008 12:31 
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Buck hat geschrieben:
Wenn einer geht, einer von uns vieren, dann wäre das das Ende von Queen, Wir sind vier gleiche, untrennbar miteinander verbundene Teile. Und jeder Einzelne könnte ohne die anderen drei Teile einfach nicht funktionieren.


Dieses Zitat finde ich sehr interessant! Im Grunde hat er damit sogar Recht. Keiner von Ihnen war allein jemals so erfolgreich wie mit Queen. Auch Freddie nicht. Wobei ich allerdings doch denke, das es einfacher ist einen Gitarristen, Schlagzeuger oder Bassisten zu ersetzen als einen Sänger. Denn die Stimme ist oftmals das markanteste Merkmal. Zumindest bei Queen. Bei heutigen Boybands würde ich das nicht so sehen. Das sind alles 0815 Gesangsstimmen mit 0815 Texten und 0815 Musik.
Andererseits sieht man bei Guns 'n Roses das eine Stimme auch wieder nicht alles ist. Ich hab mir das Album angehört und fand es nicht so prall. Auch keine Tiefgreifenden Songs die besonders auffallen. Was dieses Beispiel angeht waren die anderen Musiker anscheinend maßgeblich an den Erfolg der Band beteiligt.

Queen waren in der Gesamtheit spitze und mit jedem Mitglied das nicht mehr dabei ist, geht ein Stück verloren. Das ist es was Freddie wohl damit sagen wollte.

Aber um dennoch was zum Thema zu schreiben:
Ich denke nicht das Freddie was gegen dieses Projekt gehabt hätte. Er war doch derjenige der die anderen dazu ermutigt ohne Ihn weiter Musik zu machen. Das sie den Namen Queen verwenden, würde Freddie Marketingtechnisch befürworten. Auch wenn es für mich "nur" ein Bandname ist, ist es für andere Nicht-Fans ein Erkennungsmerkmal. Würden sie sich nicht Queen + PR nennen, wären sie nicht so hoch in die Charts eingestiegen. Freddie wären solche Mittel recht. Das zeigt auch das Beispiel das er zu Brian gesagt hat, er solle sein Soloalbum kurz nach seinem Tod veröffentlichen.
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