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BeitragVerfasst: 08.01.2013 23:24 
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Jazz
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Ich habe neulich das Album als Vinyl gekauft, was mich dazu veranlasst hat es mal wieder zu hören. Ich hatte es deutlich schlechter in Erinnerung muss ich sagen, denn ich fand es nun nach erneutem Hören gar nicht mehr so schlimm. Ganz im Gegenteil. Das Album hat auf jedenfall seine Momente.
Es klingt zwar sehr eingestaubt an vielen Stellen und manche Songs sind alles andere als zeitlos, aber das hat mich diesmal kaum gestört. Man muss sich wohl auch einfach von den ''Made In Heaven'' Versionen trennen, wenn man die Solo Versionen von Freddie hört. Denn auf ''Mr Bad Guy'' sind sie absolute Höhepunkte des Albums, ziehen aber im Vergleich mit der ''Heaven'' Version jeweils deutlich den kürzeren. Daher kommen denke ich auch Aussagen wie, das manche Songs wie Demos klingen. Hätte man sowas auch geschrieben wenn man nun keine Queen Version im Hinterkopf hat? ''Your Kind Of Lover'' gefällt mir jedenfalls ganz gut, ebenso wie ''My Love Is Dangerous''. Der Titelsong sagt mir auch zu und ''Man Made Paradise'' ist der Höhepunkt des Albums. Den Song hatte ich so gar nicht mehr im Kopf und war praktisch fast eine Neuentdeckung. ''I Was Born To Love You'' und ''Made In Heaven'' sind natürlich auch klasse und zurecht auf dem Queen Album vertreten. Die Synthesizer lassen das Album zwar altmodisch klingen und teilweise klingt es ''als würde man eine Schwulenbar betreten''. (So waren glaube ich Rogers Worte über Hot Space wenn mich nicht alles täuscht). An solchen Stellen ist mir das Ganze dann doch zu poppig, aber das sind dann oft nur bestimmte Stellen in Songs, über die ich dann hinwegsehe, weil mir das Gesamtwerk gefällt.
It ain't over till it's over


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BeitragVerfasst: 09.01.2013 11:12 
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Innuendo
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Mir gefallen viele der songs auch sehr gut, großartige Melodien wie bei Freddie oft, auch wenn er auf den Bombast und die Harmonien verzichtet, die gerade er sonst so gerne bringt. Aber manches ist doch zu platt und simpel produziert, da merkt man, dass er gerne husch-husch die Songs im Kasten hatte.... Da ich das Album lange vor Made in Heaven kannte, vergleiche ich die Versionen kaum (ich höre nur die Made in Heaven-Versionen lieber ;-))
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Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist, es ist nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt... (Die Ärzte)

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BeitragVerfasst: 24.01.2013 01:30 
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Jazz
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''My Love Is Dangerous'' gehört momentan zu meinen absoluten Lieblingssongs. Ich liebe den Übergang zum rockigen Teil. :D
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BeitragVerfasst: 25.01.2013 12:44 
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Stimmt - das ist ein großartiges Stück....
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BeitragVerfasst: 01.03.2013 17:29 
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Hab kürzlich die FM-videos mal wieder gesehen (die Lover of Life-Dvd) und muss sagen: das Video zu Made in Heaven ist echt schick, wirklich gut gemacht. Die Musik dazu... abgesehen davon, dass es wirklich nicht "zeitlos" arrangiert ist (die 80s sind in jeder Pore spürbar), es ist auch einfach grottenschlecht produziert und arrangiert. Kurt Cress, der ja zu der Zeit DER session-schlagzeuger war, spielt eine ungroovige und uninspirierte Grütze, dass es einem echt schlecht wird. Ohne "schnick-schnack" wäre die positive Auslegung... ohne Fill-ins, Raffinesse und Emotion ist die Auslegung, die mir in den Sinn kommt. Dann dieser furchtbare Synthi und ein bisschen Klavier. Der Song ist halt einer dieser Songs, die von anfang an hätten Queensongs sein müssen. Wenn man die Queen-version kennt, weiß man, warum...

Ich glaube sofort, wenn Leute, diese Version vorziehen, aber aus musikalischer Sicht ist diese Version höchstens als "Demo" akzeptabel. Da zählt für mich auch nicht, dass der Einfluss der anderen Queens fehlt... man kann einen Song wie Made in Heaven nicht so unter wert verkaufen...
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BeitragVerfasst: 01.03.2013 20:12 
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Sehr interessante Gedanken. Also ist nach deiner Meinung ein gut geschriebenes Lied nicht unbedingt gut, es braucht auf jeden Fall eine angemessene Produktion?


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BeitragVerfasst: 01.03.2013 22:37 
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und gute Musiker, die das Beste rausholen. Und gute Arrangements. Wenn Freddie zu Demo-Zwecken den Drumcomputer auf 1-2-1-2-1-2-1-2 einstellt, mag das gehen. Aber für das Endprodukt macht es dann doch Sinn, da nochmal zu schauen, ob ein Fill-In oder so dem Song nicht gut täte....
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BeitragVerfasst: 01.03.2013 22:44 
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Kommt wahrscheinlich auch auf die Musik an. Bands, die eher einen minimalistischen Ansatz haben, kommen ja auch mit wenig aus. So rumpelt es zwar schon etwas durchschnittlich am Schlagzeug der White Stripes, aber die Lieder funktionieren für mich bestens.


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BeitragVerfasst: 01.03.2013 22:46 
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Klar, aber bei Made in Heaven gebe ich David voll Recht - was man da hätte draus machen können, auch in den 80ern.... Es muss ja nicht gleich der volle Pomp sein, aber die tollen Melodien und Harmonien der Mr. Bad Guy haben besseres verdient als einne mäßige musikalische Begleitung....
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BeitragVerfasst: 01.03.2013 23:00 
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Mit einigen genialen Ausnahmen verbindet man Freddies Stimme mit pompös-bombastischen Klängen. Umso fragwürdiger erscheint dann Freddies Soloalbum.
Die Freddie-Doku macht ja auch mehr als deutlich, dass Freddie nicht so richtig Lust hatte, sich mit dem Album intensiver zu beschäftigen. (Angeblich ja auch, weil er viel mehr Interesse verspürte, das Projekt mit der fetten Dame aus Barcelona zu beginnen. Das empfinde ich allerdings weiterhin als freche PR für die damalige Neuauflage des Barcelona-Albums). Zudem ist Queen ja durch diese grandiosen Bombast-Rock-Nummern so erfolgreich geworden.


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BeitragVerfasst: 02.03.2013 02:28 
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Scirocco hat geschrieben:
Sehr interessante Gedanken. Also ist nach deiner Meinung ein gut geschriebenes Lied nicht unbedingt gut, es braucht auf jeden Fall eine angemessene Produktion?


Man erkennt, dass das Lied aus einem sehr musikalischen Mensch "gekommen" ist. Es ist für mich eine der besten Kompositionen, die Freddie jemals gemacht hat. Die Strophen erzählen (musikalisch) die Geschichte, der "made in heaven"-part danach ist (musikalisch betrachtet) die "Schlussfolgerung". Viele Komponisten wären an dem Punkt schon sehr glücklich. Freddie geht eben noch den entscheidenen Schritt weiter und toppt den Part noch durch den eigentlichen Refrain ("that's what they say" - oder so ähnlich)... es steigert sich kontinuierlich bis zu dem Punkt an dem es nicht weitergehen kann, weil man den Bogen nicht überspannen sollte.

Dass eine gute Komposition in jedem Arrangement funktioniert, ist völlig richtig, aber jeder weiß (auch wenn man es manchmal nicht wahrhaben möchte): ein geiles Arrangement kann zwar aus ner Scheiß-komposition kein gutes Stück Musik machen, aber ein schlechtes Arrangement/produktion kann den wahren 'Wert' eines Stücks verschleiern.

Das gleiche gilt by the way für einige andere Stücke vom mr. bad guy album. Z.b. Fooling around oder der Titelsong. Sind wunderbare Stücke, die halt durch die Spürbare Lustlosigkeit überhaupt nicht ausgekostet werden. Made in heaven (das Queenalbum) sowie das FM-album (weißes Cover, Freddie - seitlich im Stuhl sitzend) zeigen das m.E. sehr deutlich, was aus diesen Songs hätte werden können, wenn man die etwas sorgfältiger und nicht so lieblos 'abgearbeitet' hätte.

Und für mich ist diese ganze sache mit dem "sparsamen" und dem "spartanischen"- Arrangieren eine absolute lachnummer. Das kann funktionieren, im richtigen Ausmaß und im richtigen Kontext (stichwort white Stripes), aber im Falle des Bad Guy albums wars einfach lustlosigkeit und Einfallslosigkeit. Selbst die ach so viel gepriesene "Frische", die durch "Spontanität" und "Rauheit" erreicht werden soll, ist in dem Fall nicht vorhanden. Man höre sich nur mal diese Drums an oder die grässlichen Gitarren in Living on my own...
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BeitragVerfasst: 03.03.2013 16:36 
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david hat geschrieben:
...Kurt Cress, der ja zu der Zeit DER session-schlagzeuger war, spielt eine ungroovige und uninspirierte Grütze, dass es einem echt schlecht wird. Ohne "schnick-schnack" wäre die positive Auslegung... ohne Fill-ins, Raffinesse und Emotion ist die Auslegung, die mir in den Sinn kommt...

wie ist das gemeint? der typ an sich ist ja relativ bekannt und wohl sehr gut.
wenn ich mein auto unbedingt mit pinken streifen lackieren lassen will, dann ist deshalb der Lackierer nicht schlecht.
nur um mißverständnissen vorzubeugen :wink:

hier noch ein paar fakten über diesen Kurt Cress und im interview gehts relativ am anfang mal in drei sätzen über die zusammenarbeit bei Mr. Bad Guy (aber WIRKLICH nur drei nichtssagende sätze):

http://de.wikipedia.org/wiki/Curt_Cress
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/pro ... -1.1109927

http://www.youtube.com/watch?v=dmh2RGZizIY
Someone has drained the colour from my wings... (1973)
My soul is painted like the wings of butterflies... (1991)
My butterfly grew golden wings (2008)


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BeitragVerfasst: 04.03.2013 03:08 
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Dass er spielen kann, ist klar. Es ist aber so, dass das, was herr Cress dort spielt nicht so klingt wie etwas, was ein "normaler" Drummer spielen würde. Ein Drummer, den man einfach mal machen lassen würde, spielt von sich aus ein paar Fill-ins, hier und da ein Becken, bietet mal ne Variation des Grooves an oder versucht irgendwie ein Stück (wenn es nicht schon die anderen Instrumente tun) lebendig zu halten. Dass es dabei auch noch grooven soll und es eben nicht wie ne Drummachine klingen soll (sonst hätte man sich das Geld für den Drummer auch sparen können ;) ) leuchtet wohl ein.

Warum dann, in aller Welt, spielt Kurt Cress so was stupides, was jeder Drumcomputer hätte machen können?

Ich hab da 2 Theorien:
a) Curt Cress war nur 1-2 tage insgesamt im Studio und hat alles an einem Tag runtergespielt. (Immerhin spielt er "let's turn it on" auch nur ein paar einwürfe, diese sog. Fill-ins, während die Linn Drummachine die eigentliche "Arbeit" übernimmt. Für Made in Heaven hatte der gute Kurt dann nicht mehr genug Zeit, weil die nächste Produktion schon wartete, aber für nen Take, ohne den Song jemals vorher gehört zu haben, reicht die Zeit noch eben.

b) Freddie wollte es einfach halten. Mack hat dicht gehalten, weil er es sich nicht mit Freddie verscherzen wollte bzw. weil Freddie ganz klar das Sagen hatte.

Theorie b würde Freddie als Arrangeur nicht sonderlich gut aussehen lassen und Theorie a wäre einfach bezeichnend für die Zeit, in der man erstmals anfing Musiker als "Arbeiter" zu betrachten, weil so langsam die technischen Mittel so fortschrittlich waren, dass man alles irgendwie simulieren konnte (und das auch noch gut war, weil zu der Zeit alle Bands so klangen. Sogar Queen hatten ihre Erfahrungen mit Synthesizern und Drumcomputern gemacht)
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