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BeitragVerfasst: 21.01.2013 22:46 
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Innuendo
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Dann wären wir ja schon zwei - da fehlen dann noch ein paar Hundert, damit der Herr auftritt :wink:
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Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist, es ist nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt... (Die Ärzte)

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BeitragVerfasst: 23.01.2013 16:21 
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A Kind Of Magic
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ich wäre auch dabei :-)
Make a brand new start!!

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BeitragVerfasst: 03.03.2013 13:40 
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Zurück zu Shove it. Genau wie Mr. Bad Guy habe ich das album mir kürzlich (im Zug) nochmal genau angehört. Wie Mr. Bad Guy hat es seine Momente und auch eine gewisse Klasse. Leider nur über die Hälfte der Zeit des Albums. Bei 8 Songs ist es demnach schon gewagt es als "gutes" Album zu bezeichnen (jedenfalls meiner Ansicht nach), wenn die Hälfte der Songs nur, ich sag mal, akzeptabel bis gut sind. (und der Rest ziehmlich kacke... ;) )

Klar, "Cowboys and Indians" hat nen netten Refrain. "Love on a Tightrope" ist auch gut gelungen, interessante musikalische Ansätze im Refrain. "Contact" ist auch in ordnung, wobei es in dieser Schiene, die Roger ganz gern bedient (der Gegensatz von kühl/distanziert und emotional/melancholisch), viel bessere Songs gibt. (Surrender, is it me, besagtes Love on a Tightrope oder auch Tenement Funster). Der beste Track ist natürlich - für mein Dafürhalten - "Heaven for everyone", der in der Queenversion alles hat, während die Crossversion nicht unbedingt alles hat zum Glücklichsein.

Stand up for Love, als Soul-a-like und love lies bleeding sind auch... recht... ok.... aber so richtig umhauen tuts mich nicht, ganz zu schweigen von den beiden Tracks, die das Album eröffnen bzw. schließen. Da ist wirklich wenig, außer dass da ein bisschen mit sampling rum-probiert worden ist. Eine Idee, die Brian auf "rolling over" dann später noch einmal umsetzte.

Ein Wort zum Musikstil. Wikipedia betont, dass die Scheibe ein versuch war, Rockmusik mit "dance"-elementen zu kombinieren. Die damalige "dance"-musik ist nicht vergleichbar mit der heutigen "Dance"-musik, die maßgeblich vom Euro-dance geprägt worden ist (du weißt schon, sciro... ;) ).
Auffällig ist, dass ab "Action this Day" bis einschl. "The invisible man" ziehmlich viele Roger-tracks dieses "dancige" element hatten. Also einen Drumcomputer, viel Synthesizer und Sequenzergeblubber. So songs wie "don't lose your head" und besagtes "Invisible Man" würden auf Shove it nicht wirklich auffallen. (Sogar "Fun it" wäre mit Drumcomputer ein Parade-song für das Album "shove it")

Der Punkt ist, warum ich das schreibe: Roger sagt rückblickend, dass die Idee, "dance- orientated Music" zu machen, nicht "seine Idee" war und, dass er es auch nicht gut findet (jedenfalls wenn man ein bisschen zwischen den Zeilen ließt.

Wenn man sich aber seinen 80er-output anhört, ist aber doch auffällig, dass er vor dieser Art Musik nicht gerade zurückgeschreckt hat. Ich mein, ein Soloalbum bzw. ein obskures Bandprojekt... da hätte man doch wirklich das machen können, was man liebt und worauf man tatsächlich Lust hat, vor allem, wenn man ein Jahr zuvor mit der Hauptband einen Triumphzug von Tour hingelegt hat und man nichts von Ihm solo groß erwartet. Warum spielt er ein Album ein, was ihm - laut eigenen Angaben - eigentlich kaum gefallen kann... Also entweder hat sich Roger irgendwas erhofft, oder er biegt sich die Vergangenheit so zurecht, wie's ihm gefällt.

Eine Sache, die bei Brian übrigens anders aussieht. Er hat eigentlich die Fahne für Rock'n'roll oder schöne Balladen immer hochgehalten, da kann man gar nichts sagen.
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BeitragVerfasst: 03.03.2013 14:05 
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David, du bist mein Lieblingsbeitragsverfasser zur Zeit. Danke für deine Ausführungen!

Habe erst gestern ein älteres Roger-Interview gesehen, da sagt er, dass er sich seine Solo-Sachen noch einmal nach längerer Zeit angehört hat und meinte, einige Sachen fand er erstaunlich gut, aber viele Sachen "simply didn't work well!"
Allerdings glaube ich, dass das Interview von Mitte der 80er war und Shove it wohl nicht gemeint war.
Rogers Lieder sind ja eigentlich alle nicht tanzbar, er nutzt nur einige Effekte, die recht typisch für die 'Dance music' waren. Das finde ich eigentlich recht nett.


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BeitragVerfasst: 03.03.2013 14:28 
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Oh, Danke! Ja, Tanzbar sind die Songs wirklich nur teilweise. Eigentlich sind die Sachen zu langsam in der Regel. So richtig "tanzen" kann man nur auf den invisible Man oder Wildwind. Zumindest, wenn man das Tempo als Maßstab nimmt.

Erlich gesagt mag ich das sehr, was er bei Queen gemacht hat und tw. auch solo. Er war immer - was musikalische Fragen betrifft - immer ein Querdenker und ein "Lückenfüller" (im positiven Sinn). Er hat immer genau die Niche gesucht, die weder von Brian noch von Freddie und schon gar nicht von John ausgefüllt worden ist. Hat er am Anfang noch sehr Rockig geschrieben (wie es ja John auch ab und an versucht hat), so hat er jedoch Brian das Feld der Rocker gänzlich überlassen. Freddie und John gingen ja irgendwann voll in der Soul/Mowtown/Funk/disko/Pop-richtung auf. Roger suchte sich dann eben bei Queen immer ein gänzlich anderes Plätzchen. Ich glaube auch sofort, wenn jemand aus dem Umfeld von Queen (Mack oder Roy Thomas Baker) behauptet, dass es zwischen Freddie und Roger häufiger Krach gab, weil Freddie mit Rogers Ideen nicht einverstanden war. Die Tatsache, dass Freddie in nem Interview mal gesagt hat "go and write some more" lässt darauf schließen, dass das noch die harmlose variante ist. Dass er viele Roger-songs verschmäht hat kann ich mir gut vorstellen und auch, dass Roger nicht jeden Song selbst singen wollte (was ja die Inklusion ins normale Queen-set - mit ausnahme von "I'm in love with my car"- unmöglich gemacht hätte).
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BeitragVerfasst: 03.03.2013 15:01 
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Glaubst du echt, dass es so krass war? Kann ich mir gar nicht vorstellen. Und wenn es so war, hat es ja glücklicherweise der Freundschaft nicht geschadet. Zumindest wird ja immer erzählt, dass sich die beiden gut verstanden haben.

Übrigens, dank dir höre ich mir die Cross-Sachen an und es lief gerade "In Charge of My Heart". Tolles Lied, wieder viel Geblubber, wie du es nennst, aber das hat was... Was ich fragen sollte: Bei der Version, die ich habe, wird beim Fade-Out eine andere Tonart und ein anderer Synthesizer-Klang gespielt. Das hört sich so an, als ob es aus einem Jam kommt und ein anderes Lied jetzt angespielt wird... Weiß da jemand was drüber? Oder war das eher ein stilistisches Mittel?


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BeitragVerfasst: 04.03.2013 10:52 
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In einer Band zu sein, ist ein Kampf. Die Interessen und Schwerpunkte einzelner Personen können weit auseinandergehen und es ist immer schwierig, alle glücklich zu machen. Dass die Freundschaft und der gegenseitige Respekt darunter leiden kann, ist ein großes Problem, woran viele Bands scheitern. Dass es bei Queen eigentlich immer irgendwie "gepasst" hat, kann den Hintergrund haben, dass alle 4 sehr intelligente Menschen sind, die verstehen, wo die Grenze ist.

In charge of my heart:
Ich kenn den Song jetzt nur von gaaanz weit her, vielleicht n boot oder bei Youtube mal gehört. Ich schätze, dass man den Song noch weitergehen lies, man sich aber entschlossen hat, an der Stelle zu faden, weil man ab der Stelle alles gesagt hat und es nichts gibt, was den Song noch "besser" machen kann. Dass sie ein 10 minütiges Epic gemacht haben, wo von die zweite hälfte unbeachtet/unveröffentlicht blieb, halte ich für unwahrscheinlich... :)
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BeitragVerfasst: 29.11.2013 21:17 
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Hmmm, mag sein, dass ich es hören WILL, aber die Shove It-Version aus dem Lot-Set klingt durchaus frisch.


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