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BeitragVerfasst: 31.03.2007 18:35 
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Flash Gordon
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Track 12 hat auch was - hey
"Ich habe mich mein ganzes Leben lang für Queen interessiert, ja, eigentlich sogar schon länger."
QPR+Shearer - Live in Munich, BY 04/14/05 - Live in Anaheim, CA 04/03/06 - Live in Munich, BY 10/01/08
All the latest IndyCar Series News on: http://www.openwheelworld.net


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BeitragVerfasst: 26.01.2012 22:34 
Sheer Heart Attack
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In Kürze gibts auch für dieses Album meine Bewertung. Und kann mir mal einer verraten, was der Mist mit den Umlauten soll?


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BeitragVerfasst: 26.01.2012 22:44 
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The Game
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Kaninchengraf hat geschrieben:
...kann mir mal einer verraten, was der Mist mit den Umlauten soll?


vereinfacht gesagt ist das eine besonderheit der deutschen sprache.

http://de.wikipedia.org/wiki/Umlaut
Someone has drained the colour from my wings... (1973)
My soul is painted like the wings of butterflies... (1991)
My butterfly grew golden wings (2008)


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BeitragVerfasst: 26.01.2012 22:59 
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Kaninchengraf hat geschrieben:
In Kürze gibts auch für dieses Album meine Bewertung. Und kann mir mal einer verraten, was der Mist mit den Umlauten soll?


Bei einem Software-Update (glaube ich), wurde die Datenbank zerschossen. Alle Umlaute und Sonderzeichen wie "ß" werden nur dekodiert dargestellt.


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BeitragVerfasst: 27.01.2012 16:03 
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cabron hat geschrieben:
Kaninchengraf hat geschrieben:
...kann mir mal einer verraten, was der Mist mit den Umlauten soll?


vereinfacht gesagt ist das eine besonderheit der deutschen sprache.

http://de.wikipedia.org/wiki/Umlaut


:lol


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BeitragVerfasst: 30.01.2012 00:28 
Sheer Heart Attack
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cabron hat geschrieben:
Kaninchengraf hat geschrieben:
...kann mir mal einer verraten, was der Mist mit den Umlauten soll?


vereinfacht gesagt ist das eine besonderheit der deutschen sprache.

http://de.wikipedia.org/wiki/Umlaut



:D
Wenn Du mir jetzt noch erklären kannst, was es mit dieser ominösen Groß- und Kleinschreibung auf sich hat, bin ich ein glücklicher Mann.

@Scirocco
Ok, Danke für die Erklärung.


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BeitragVerfasst: 13.12.2012 13:18 
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Jazz
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Innuendo war der dramatische Abschied einer Rock Legende, der kaum besser hätte ausfallen können. Ein Ära ging zu Ende und zu der Endschlossschleife am Ende von ''The Show Must Go On'' klang das Album aus. Und die Show sollte tatsächlich noch einmal weitergehen. Denn Freddies Wunsch war es, das 1995 noch ein Album veröffentlicht wird, unter Anderem mit den letzten Songs bevor er starb.

Das Album beginnt überraschend positiv gestimmt mit ''It's A Beautiful Day''. Die schweren, düsteren Töne des Innuendo Albums scheinen verschwunden zu sein. Als Opener ein ganz gutes Stück. Direkt wird eine positive Atmosphäre vermittelt. Mit ''Made In Heaven'' kommt dann das erste Solo Stück, aufgearbeitet von Queen. Und das ist das Stück, was am meisten vom Queen Bombast profitiert. Ich mag das Original zwar auch, finde es aber nach wie vor etwas schwach auf der Brust. Die Band hat hier nun deutlich nachgeholfen und so entsteht ein echter Queen Song. Ein tolles Stück und an dieser Stelle möchte mich auch mit der ewigen Kritik des Ausschlachtens ausseinandersetzen. Freddie war schon immer sehr kommerziell eingestellt und riet sogar Brian dazu sein Soloalbum erst nach seinem Tod zu veröffentlichen, da dies die beste Werbung sei. Und Freddie ist nunmal gestorben, bevor er mehr Material für das Album hätte aufnehmen können. Was hätte die Band also machen sollen? Der ''Queen Remix'' macht beispielsweise aus dem oben genannten ''Made in Heaven'' zwar nicht einen neuen, aber vollkommen runderneuerten Song. Von daher finde ich das vollkommen okay, zumal ich die neuen Songs auch lieber im Gewand eines Albums höre, als wären sie auf irgendwelchen Samplern erschienen, wie ''No One But You''.
Und genau so eine Perle die ich lieber in Verbindung mit dem Album höre ist ''Let Me Live''. Obwohl die Chöre eigentlich nicht so mein Ding sind, gefällt mir dieser Song sehr. Schön das der Gesangspart zwischen Brian, Roger und Freddie aufgeteilt wird. Noch immer wird in Fan Foren gerätselt, wann dieser Song denn nun entstanden ist. ''Mother Love'' ist dann einfach nur Gänsehaut feeling. Ein Freddie der kurz vor seinem Tod mit einer solchen Power singt, das man einfach nur beeindruckt sein muss. Vor Allem vor dem Hintergrund das Brian die letzte Strophe übernehmen musste, weil Freddie es nunmal nicht mehr schaffte diese zu singen, ist der Song etwas ganz Besonderes. Brian macht seine Sache übrigens sehr gut in der letzten Strophe. Auch dieses zurückspulen vom Wembley Konzert, bis ''Going Back'' und dem Baby geplärre ist eine gute Idee. ''My Life Has Been Saved'' sagt mir als erster Song nicht so zu. Mir gefällt die es als B-Seite sogar etwas besser. ''I Was Born To Love You'' profitiert dann wieder ungemein von der Bearbeitung der Band. Der Song klingt viel druckvoller und die Synthesizer der Freddie Version sind zum Glück verschwunden. Der nächste Song den ich in der Queen Version nicht missen möchte.
''Heaven For Everyone'' kannte man bereits aus dem ''Shove It'' Album von The Cross. Zumindestens bei meiner ''Shove It'' Platte ist Freddie hier der Sänger. Mit Rogers Solo ausflügen kenne ich mich zwar nicht sonderlich aus, aber ich glaube es gibt auch eine Version mit Roger am Mikro. Zurück zur ''Made In Heaven'' Version. Das Stück wurde damals ein Hit und wird auch heute noch recht häufig im Radio gespielt. Passt durch die Thematik sehr gut auf das Album und der Schluss gefällt mir und stellt einen echten Höhepunkt des Songs dar. ''Too Much Love Will Kill You'' gefällt mir in der Freddie Version sogar nochmal einen Tick besser als in der Version von Brian. Sehr trauriger Beginn, der sich bis zum Ende des Songs immer weiter steigert. Toll gesungen von Freddie und leider in seinem Zusammenhang auch sehr passend. ''You Don't Fool Me'' ist einer der meist kritisierten Songs dieses Albums, weil viel wiederholt wird, da man eben nur wenige Schnipsel zur Verfügung hatte. Die Jungs haben wie ich finde das Beste daraus gemacht und so entstand ein guter 90er Jahre Pop Song, mit einem tollen Solo von Brian. Immer mal wieder gerne beim Autofahren gehört von mir. Die Kritik ist natürlich teilweise berechtigt, aber man muss nunmal sehen was die Jungs zur Verfügung hatten. ''A Winters Tale'' ist neben ''Mother Love'' der stärkste Song des Albums. So schön gesungen und eine so wundervolle Melodie. Zu dem ''Dreaming'', möchte man wirklich am liebsten träumen. Immer wieder gerne gehört wenn es draußen geschneit hat. Wenn man seine Blicke dann schweifen lässt, ist das eine wirklich tolle Atmosphäre die entsteht. Auch das Brians Solo ist große klasse. ''It's A Beautiful Day reprise'' rundet das Album dann ab.

Wer hier harte Rocknummern erwartet, wird definitiv enttäuscht. Aber solche Nummern waren auch gar nicht zu erwarten. Dieses Album wird, zumindestens von mir, mit zweierlei Maß gemessen. Erstens weil es mein erstes Queen Album war, damals noch auf Kassette als 5 Jähriger Stöpsel, und weil es eben die letzten Songs von Mercury enthält und ich genau weiß das er einfach nicht mehr Zeit hatte und es sein Wunsch war das dieses Album noch veröffentlicht wird. Somit nimmt es für mich einen Sonderstatus ein. Das Abschiedsalbum bleibt für mich ''Innuendo'', ''Made In Heaven'' ist ein Nachruf an den verstorbenen Sänger und als dieser, wirklich sehr gut.
It ain't over till it's over


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BeitragVerfasst: 13.12.2012 23:44 
Sheer Heart Attack
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Wieder ein sehr schöner Beitrag, KingFreddie. Du schreibst nicht nur stur eine Bewertung (wie ich z.B.), man merkt auch, dass da richtig Gefühl/Emotion in den Worten steckt. Liest sich sehr gut.

Ich bin so mehr der kaltherzige Mathematiker. Hier nun also auch die einzig noch ausstehende Bewertung von mir zu einem regulären Queen-Studio-Album (Flash Gordon lasse ich mal außen vor):

Kaufjahr: 2010
Album Nr. Letzt von Queen
damaliger Eindruck: ok
seinerzeitige Favoriten: die gleichen wie heute
Erinnerungen: Ich hab die Scheibe die ersten 2 oder 3 mal jeweils beim Spülen in der Küche gehört. Deshalb muss ich da immer an Geschirr denken.

It's a beautiful Day
Najase. Trotz des schön atmosphärischen Beginns ein eher langweiliger Opener. Klar, die Stimme ist einfach klassomat und der Schlussvers ist nochmal eine kleine Steigerung im Vergleich zum Rest. Reicht aber nicht für eine gute Wertung.
4,5/10

Made in Heaven
Kannte ich schon von der Soloscheibe. Ist hier aber deutlich besser. Hat viel Energie und einen tollen Sound. Ich stehe total auf den Vers. Für mich ähnlich grandios wie der Vers bei Friends will be Friends (mit dem ich auch sehr viel verbinde). Ich weiß, Friends will be Friends finden nun einige hier ungefähr so sexy wie Angela Merkel in Unterhose, ich finds aber einfach Bombe (also das Lied). Zurück zum Lied: Refrain gefällt mir ebenfalls. Und ich mag die Stimme einfach scheißgerne.
9/10

Let me live
Gospels sind Lieder aus der Hölle (bezogen auf meinen Musikgeschmack). Deshalb ein schlimmer Anfang für mich. Der poppige Vers ist jedoch wirklich fein. Komischerweise mag ich da sogar Taylors Reibeisen-Stimme, auf die ich sonst in etwa so stehe wie auf Angela Merkel in Unterhose (hehe, der war so lustig, dass ich ihn gleich zwei mal bringen muss). Und Brian May hat auch eine angenehme Stimme. Toll auch John Deacons Auftritt (er schweigt, aber das sehr gekonnt). Refrain gefällt mir nicht.
6/10

Mother Love
Die Atmosphäre und der Pop-Sound sagen mir sofort zu. Die ersten Male Hören fehlte mir da die zündende Melodie. Das hat sich aber nach einigen Durchgängen erstaunlicherweise etwas relativiert (erstaunlicherweise deshalb, weil ich mittlerweile leider in 95% der Fälle schon beim ersten Hören weiß, wie gut mir das Lied gefallen wird). Gutes, trauriges Lied.
8/10

My Life has been saved
Obwohl ich aus dem Metal-Lager komme, habe ich eine Schwäche für Schunkel-Schlager-Keyboards. Dieses seichte Gedüdel läuft mir also prima rein. Voraussetzung dafür sind natürlich gute Melodien sowie Harmonien, was hier gegeben ist. Die Bridge ist einfach großartig. Relaxtes gute Laune-Lied.
8/10

I was born to love you
Kannte ich auch schon vorher und mochte auch die Solo-Version sehr gerne. Bei dem Lied habe ich immer ein Sommer-Feeling. Macht einfach gute Laune. Selbst Angela Merkel in Unterhose könnte mir, ne lassen wir das.
8/10

Heaven for Everyone
Ein kleiner Durchänger. Die Melodie zündet bei mir nicht. Ziemlich schmierig irgendwie. Refrain geht einigermaßen, Vers hätte man aber mal besser weggelassen.
5/10

Too much Love will kill you
Fängt an wie ein Whitney Housten-Lied. Logisch, abgesehen vom männlichen Gesang. Erwähnte ich schon, dass ser Gesang von Mercury großartig ist? Nein? Dann hole ich das nach: der Gesang von Mercury ist großartig. Hm, das Lied ist echt haarscharf am Schnulz-Kuschelrock. Ich muss aber für mich erkennen, dass ich anscheinend auch auf so etwas stehen kann. Ab dem zweiten Refrain wird das Lied ein Killer.
8/10

You don't fool me
Irgendwie hab ich das Gefühl, dass das Lied voll die krass bekannte Hookline hat. So, als würden im Fernsehen bestimmte Sendungen oder Zeitlupen damit hinterlegt. Aktuelles Sportstudio oder Monitor oder sowas. Und das beste daran: es ist völlig egal, ob das stimmt oder nicht. Warum ich das dann schreibe? Aus diversen Gründen eben. Ich hoffe das reicht als Erklärung. Ach so, zum Lied. Schon sehr repetetiv. Kennste einen Takt, kennste alle. Auf sowas stehe ich leider nicht. Da mir die Grundstimmung aber zusagt, ists kein kompletter Roehkrepierer.
5,5/10

A Winter's Tale
Die ersten Durchläufe wars eher ein Langweiler, aber auch dieses Lied wächst. Schön, dass mir sowas noch passieren kann. Es kann auch ein Fluch sein, Musik schon beim ersten Hören automatisch zu analysieren und weitestgehend zu durchdringen. Allzu selten erlebt man nach so vielen Jahren intensiven Musikkonsums dann noch A-ha-Effekte. Blablabla usw. Jedenfalls ist das Lied nicht so schlecht, wie anfangs von mir vermutet.
7/10

It's a beautiful Day (reprise)
Unnötig wie ein Kropf.
3/10

Diesen Hidden-Track-Mist hätten sie sich gerne sparen können bzw. sogar müssen. Habe sowas noch nie verstanden.

Gesamt:
7,5/10
Bezogen auf die komplette Queen-Diskografie eher im oberen Mittelfeld. War jedenfalls eine gute Empfehlung von Euch vor gut zwei Jahren. Der Kauf hat sich definitiv gelohnt. Ich höre das Album sehr gerne.
Gesamt: 8,5/10


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BeitragVerfasst: 13.12.2012 23:49 
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Innuendo
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Schöne Rezensionen! Ich lese sowohl den Grafen der Kaninchen als auch den König Freddie sehr gerne. Beim Kaninchengraf denke ich immer eher an Komiker, bei KingFreddie an jemanden, der beruflich mit Sprache zu tun hat / haben wird - habe ich in letzterem Fall Recht?
Es gibt kein Fleisch von glücklichen Tieren. Nur von toten. (Karen Duve)

Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist, es ist nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt... (Die Ärzte)

Es ist das Zeitalter der Dummen. Wir bereiten den kollektiven Selbstmord vor. (Mohamed Nasheed)


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BeitragVerfasst: 14.12.2012 13:07 
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Naja, nicht so wirklich :lol: Ich hatte Deutsch damals als Leistungskurs im Abitur, aber ansonsten liegst du eigentlich völlig falsch :lol: Inmoment mach ich eine Ausbildung zum KFZ Mechatroniker und anschließend ist dann ein Studium geplant. ;) Im Forum achte ich immer ein wenig auf die Ausdrucksweise, aber wenn man mich so kennt, und das kann wohl jeder bestätigen der mich kennt, drücke ich mich lange nicht so vornehm aus.
Aber danke ;)

@Graf: Ich habe während meiner Bewertung noch daran gedacht das es nun eigentlich Zeit wird für dich mal zu schreiben. :D
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BeitragVerfasst: 14.12.2012 14:56 
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Kaninchengraf hat geschrieben:
(...) Und ich mag die Stimme einfach scheißgerne. (...)


SO schön auf den Punkt gebracht. :D


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BeitragVerfasst: 15.12.2012 01:38 
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Zitat:
Wieder ein sehr schöner Beitrag, KingFreddie. Du schreibst nicht nur stur eine Bewertung (wie ich z.B.), man merkt auch, dass da richtig Gefühl/Emotion in den Worten steckt. Liest sich sehr gut.
Ich bin so mehr der kaltherzige Mathematiker.


Ich finde, beide Stile haben ihre Vor- und Nachteile. Wenn stets betont wird, dass man selber dies und jenes gut findet, wirkt es logischerweise subjektiv und von daher schließe ich dann nicht auf mich. Geschmäcker sind schließlich verschieden. Wenn man kaltherzig allgemein über die Musik redet, kommt man immer arrogant daher, als ob man als einziger das Recht hat, die Musik zu bewerten.
Und auch, wenn ich die arrogante, distanzierte Art mehr mag, weiß ich doch, dass Musik einfach zu persönlich ist, als dass mich jucken würde, was andere denken. Und damit wäre der Sinn von Albumbesprechungen ad absurdum geführt. Lese sie dennoch gern :D, um mich daran zu reiben, also weiter so.

Zitat:
weil ich mittlerweile leider in 95% der Fälle schon beim ersten Hören weiß, wie gut mir das Lied gefallen wird

Mein Beileid. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man plötzlich merkt, wie ein Lied auf einmal doch wirkt.


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BeitragVerfasst: 15.12.2012 07:09 
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Jazz
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Scirocco hat geschrieben:
Zitat:
Wieder ein sehr schöner Beitrag, KingFreddie. Du schreibst nicht nur stur eine Bewertung (wie ich z.B.), man merkt auch, dass da richtig Gefühl/Emotion in den Worten steckt. Liest sich sehr gut.
Ich bin so mehr der kaltherzige Mathematiker.


Ich finde, beide Stile haben ihre Vor- und Nachteile. Wenn stets betont wird, dass man selber dies und jenes gut findet, wirkt es logischerweise subjektiv und von daher schließe ich dann nicht auf mich. Geschmäcker sind schließlich verschieden. Wenn man kaltherzig allgemein über die Musik redet, kommt man immer arrogant daher, als ob man als einziger das Recht hat, die Musik zu bewerten.
Und auch, wenn ich die arrogante, distanzierte Art mehr mag, weiß ich doch, dass Musik einfach zu persönlich ist, als dass mich jucken würde, was andere denken. Und damit wäre der Sinn von Albumbesprechungen ad absurdum geführt. Lese sie dennoch gern :D, um mich daran zu reiben, also weiter so.

Zitat:
weil ich mittlerweile leider in 95% der Fälle schon beim ersten Hören weiß, wie gut mir das Lied gefallen wird

Mein Beileid. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man plötzlich merkt, wie ein Lied auf einmal doch wirkt.


Bei letzterem Satz muss ich dem Graf sogar wiedersprechen. Du führst ja immer interessanterweise deinen Vergleich zu den damaligen Lieblingen auf. Und häufig kommen deine damaligen Lieblingssongs nicht so gut weg. Also sind es schon einige Songs die bei dir gewachsen sind, bestes Beispiel dafür ist wohl ''March Of The Black Queen''.

Nochmal möchte ich erwähnen das es erst Scirocco war, der mich dazu brachte diese Bewertungen zu schreiben. Und diese sehr subjektive Meinung hat unter Anderem das Ziel auch anzuecken bei einigen Usern.
Ich finde es interessant wie andere User an Alben rangehen und Songs bewerten. Gerade bei den kontroversen Alben ist das doch das schöne an Bewertungen. Deshalb kämpfe ich mich aktuell auch durch die ganzen Bewertungs Threads. Nach den Album Reviews ist also noch lange nicht Schluss :D
It ain't over till it's over


Zuletzt geändert von KingFreddie am 15.12.2012 14:28, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 15.12.2012 13:39 
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@Scirocco
Muss ich Deine Aussage jetzt so deuten, dass ich arrogant rüberkomme? :D
Könnte ich sogar nachvollziehen, ist aber nicht so gedacht. Ich sehe es so: Jegliche Kritik von mir ist zu 100% subjektiv. Ich möchte also keinesfalls ausdrücken, dass meine Wertung eine unverrückbare Wahrheit darstellt. So als hätte ich das Recht, über guten oder schlechten Geschmack zu entscheiden. Das ist natürlich Unsinn. Ich bin ein strikter Verfechter von "Geschmack ist zu 100% subjektiv und unantastbar". Wenn einer beim Crazy Frog steil geht oder Schni-Schna-Schnappi auf Dauerrotation hat, dann verurteile ich das nicht oder lächle (vom hohen Roß der Arroganz herab) darüber. Ist doch, wenn jemand das mag. Natürlich könnte ich in jeden Satz ein "finde ich" einpflanzen. Das ist mir aber zum einen zu mühsam und zum anderen sowieso unnötig, da ich ja soeben meine Einstellung zum Geschmack dargelegt habe (alles ist zu 100% subjektiv).
Ich habe in anderen Foren Diskussion über Musikgeschmack miterlebt, da haben User tatsächlich versucht über pseudo-wissenschaftliche Ansätze (Komplexität, Innovation, blablabla) anderen klarzumachen, dass deren Geschmack schlecht, oll oder sonstwie verachtenswert sei. So etwas finde ich selbstredend scheiße (und hochgradig lächerlich). Ich habe dort immer und vehemnet die Partei der Opfer-Partei ergriffen, selbst wenn mir die entsprechende Mucke gar nicht zusagt (z.B. Tokio Hotel, Kelly Family oder Christina Stürmer). Wie gesagt: es gibt kein Maß für Geschmack, da Geschmack individuell und meist auch nicht erklärbar ist.

Wenn ich hier also etwas launig das ein oder andere Lied verreiße, dann meine ich nicht, dass das Lied schlecht IST und alle die das Lied gut finden doof sein müssen. Ich meine lediglich, dass das Lied in meiner Geschmackswelt eben eher Rosenkohl (Igitt!) darstellt und nicht Weingummi (mjam-mjam). Bei guten Bewertungen analog.

Für Dein Beileid bedanke ich mich aufrichtig. Es ist ein echtes Problem, wenn man selbst ausgiebig komponiert hat, mehrere 100 Lieder geschrieben hat, 25 Jahre lang äußerst intensiv und vielschichtig Musik konsumiert hat und dann auch noch meine Veranlagung besitzt, zwanghaft bewerten zu müssen. Ein anderer Musiker hat mal gesagt: "Ich sehe Musik wenn ich sie höre!" So gehts mir meist auch. Gerne würde ich Musik nicht sehen sondern einfach nur hören.


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BeitragVerfasst: 15.12.2012 14:27 
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Zitat:
Muss ich Deine Aussage jetzt so deuten, dass ich arrogant rüberkomme?


Jain. Wir sind ja alle hier (bis auf ein paar Ausnahmen :o ) schlaue Leutchen und wissen natürlich, dass (Musik-)geschmack subjektiv ist. Wenn ich also etwas lese, wie "'39 ist der Tiefpunkt des Albums mit seinem pseudointellektuellem Relativitätstheorie-Ansatz über Zeit..." weiß ich und alle anderen Leser natürlich, dass es nur die Meinung des Autoren ist. Dennoch reiben sich die Leute daran. Steht da allerdings "ich finde '39 uninspirierend und nichtssagend", ist das vielleicht ehrlicher, liest sich aber in meinen Augen zu abgeschwächt. Es ist so ein bißchen wie in wissenschaftlichen Arbeiten: Alle Aussagen, die getroffen werden ohne Fußnoten sind logischerweise Meinungen vom Autoren. Da brauch und will ich nicht lesen: "meiner Meinung nach". Ein bißchen mehr Selbstwertgefühl und Arroganz tut dem Stil ganz gut und führt auch in meinen Augen zu mehr Diskussionsbedarf.
Eins meiner Lieblingslieder in diesem Jahr ist beispielsweise "Invaders Must Die" von The Prodigy. Da ist nix innovativ, keine großartigen, überraschenden Akkord-Wechsel, keine nachdenklich stimmenden Texte, keine großartigen Gesangsleistungen... nichts, was mich als durchaus interessierten Menschen an etwas komplexeren Kompositionen oder Konteptalben mit inhaltlichem roten Faden, sonst interessiert. Da wummst es nur durch Mark und Bein. Und dennoch hat es mich irgendwie in seinen Bann gezogen. Wie kann ich so ein Lied rational verteidigen, wenn ich vorher noch "Close to the Edge" oder "La Villa Strangiato" preiste? Höchstens, indem ich die These aufstelle, dass man zu Prodigy besser pimpern kann :-O.

PS. Let Me Live ist ja wohl übergeil. Wer das Lied nicht mag, ist kein echter Queen-Fan :P .


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