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BeitragVerfasst: 05.10.2010 21:42 
Sheer Heart Attack
Sheer Heart Attack

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Kaufjahr: 2010
ca. Album Nr. 15 von Queen
damaliger Eindruck: entspricht dem heutigen, siehe also unten!
seinerzeitige Favoriten: entspricht den heutigen, siehe also unten!
Erinnerungen: Ich erinnere mich bislang im Zusammenhang mit diesem Album lediglich ans bewerten. Hehe.

Cosmos Rockin'
"Rockin'" im Titel, das klingt schon wenig verheißungsvoll für mich. Aber egal, ich bin ja offen. Nach dem überflüssigen Intro werden aber meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Uff, diese Status Quo-Schiene kann ich gar nicht leiden. Immerhin, nach dem fünften Durchlauf stellt sich ein gewisser Gewöhnungseffekt ein und gute Laune haben die Kerle beim Aufnehmen offenkundig. Aber es hilft nichts, es ist einfach nicht mein Fall. Was solls, ist ja nur der Opener.
3/10

Time to Shine
So, jetzt aber, kann ja fast nur besser werden. Und tatsächlich, es klingt im Vers wenigstens schon mal nicht so sehr nach Rock. Ist zwar total langweilig, aber wenigstens kein Status Quo. Also gedulden und auf den Refrain warten. Na also, da kommt er. Oha, da weiß ich erst mal nicht, wie mir geschieht. Was ist denn das für ein uninspiriertes Gejaule. Es führt tatsächlich so weit, dass ich mich beim Hören des Refrains regelrecht ärgere. Immerhin lässt mich das Lied nicht emotionslos verharren, ist ja auch schon mal was. Allerdings sind negative Emotionen absolut verzichtbar. Und leider zeichnet sich schon jetzt ein großes Manko ab: mich langweilt die Stimme. Da ist für mich nichts Individuelles, das klingt vollkommen austauschbar und in den hohen Tönen ist es mehr Kampf als Kunst. Ganz wichtig an dieser Stelle: ist nur meine subjektive Meinung! (Bevor sich jetzt irgendjemand angegriffen fühlt.) Also, Lied 2 ist eine Katastrophe. Schlechter als jedes andere Queen-Lied (bis dato).
1,5/10

Still' Burnin'
Ok, jetzt kanns aber echt nicht mehr schlechter werden. Bei der Bridge kommt immerhin schon mal kurz ein Mini-Queen-Feeling auf. Das wird dann wieder komplett durch den Refrain zerschossen. Rock'n'Roll never die! Vielleicht ja aber ich vor Langeweile. Ok, schlechter Scherz. Trotzdem, der Refrain ist einfach nur ätzend öde.
2,5/10

Small
So, die ersten drei Lieder waren echte Klogriffe. Wenn jetzt nicht langsam was passiert, wirds ganz böse. Und Gott sei Dank, es wird besser! Deutlich sogar. Ganz nette Melodie, auch die Grundatmosphäre sagt mir zu. Allerdings gibt es auch einen Kritikpunkt: das Lied hat seinen globalen Gutfindehöhepunkt (so heißt das nunmal) schon beim ersten Hören. Mit anderen Worten: es nutzt sich sehr schnell ab, wird schon ab dem zweiten Hören tendenziell schlechter. Erstaunlich, so etwas kommt ganz selten vor. Aber ich bin ja schon mit wenig zufrieden. Nebenbei: hier gefällt mir auch der Gesang etwas besser. Klingt einfach wärmer und weniger gezwungen als bei den ersten Liedern.
7/10

Warboys
Das gefällt mir, hat eine ganz gute Dynamik und eine akzeptable Melodie. Glücklich ist, dass ich mir normalerweise nicht viel aus Texten mache. Dadurch stört mich das bescheidene Gereime auch nicht:
Warboys, Politicians Toys, make a lot of Noise ... Also bitte! Kann man beliebig fortsetzen. Warboys, raise your Voice, you have no Choice, in my lake swim Koys, there are Siegfrieds and there are Roys ... Aber egal, trotzdem ganz feines Lied.
7/10

We believe
So, vielleicht haben sie sich jetzt ja gefangen. Nach den drei Eingangsflops immerhin zwei gute Folgelieder. Und auch Lied Nummer 6 sagt mir zu. Irgendwie meine ich die Melodie zwar schon zu kennen. Ich komm' aber einfach nicht drauf. Vielleicht erinnert mich das Lied von der Stimmung an John Farnham. Wie auch immer. Seicht, poppig und nett. Hört sich ganz gut weg.
7/10

Call Me
Uff, wie für mich geschaffen (zum Verjagen). Hab ich schon mal erwähnt, dass ich Skiptasten-Profidrücker bin? Mit diesem Lied trainiere ich. Schreckliche Melodie. Gar nicht meins. Und es zwingt einen auch noch zum Mitsummen!!!!!!
2,5/10

Voodoo
Was denkt sich ein Brian May hierbei? Oder ein Roger Taylor? Ich kann das echt nicht verstehen. Die müssen doch vor Langeweile beim Spielen krepieren. Kann mir nicht vorstellen, dass die das Lied nach der Aufnahme jemals angehört haben. Und was ist der Sänger für ein armes Schwein. Ganz ehrlich, ich würde da als Sänger kotzen. Und das beste: Durch reine Kotzgeräusche wär das Lied auch nicht schlechter. Oh, Moment - zwischen ca. 2:05 und 2:25 ist es sogar mal kurz keine Folter. Danach aber umso mehr. Ich weiß, mein Beitrag mag sehr provokativ sein. Aber ganz ehrlich: das ist einfach das, was ich beim Hören dieses Liedes empfinde. Und ich steigere mich nicht hinein oder will es zwanghaft schlecht finden. Im Gegenteil, wie schön wäre das, wenn mir der Mist gefallen würde. Dann würde mir bei guten Liedern wahrcheinlich vor Glück einer abgehen. Um noch Luft nach unten zu haben:
1,5/10

Some Things that Glitter
Hey, Schlager sind mir zumindest lieber als der Rock-Murks vom Anfang. Aber ziemlich seicht ist das Lied schon. Zündet bei mir nicht so recht, trotz wiederholt angehmeren Gesang.
5/10

C-lebrity
Der Vers geht einigermaßen, trotz des rockigen Einschlags. Wenn man schon die Metapher benutzen möchte: dieses Lied ist höchstens ein J-lebrity. Wieder nicht meins.
3/10

Through the Night
Die klagende Gitarre zu Beginn gefällt mir. Auch der Vers beginnt sehr vielversprechend. Der ruhigere Gesang steht diesem, wie heißt er doch gleich, Paul Rodgers deutlich besser als kraftvoller (in Wirklichkeit kraftloser) Gesang. Ja, schon in Ordnung der Vers. Im Refrain leider den Ausgang der Zeile jeweils verkackt. Schade, war mehr drin.
6/10

Say it's not true
Yo, ich mag die Harmonien total gerne. Das sind stimmungsvolle Akkordfolgen. Und was ist das? Im Refrain finde ich den Gesang sogar richtig töfte. Stark. Erinnert mich von der Melodie und von der Atmosphäre stark an Cathy Kellys Soloalbum (ja richtig, das ist eine von der Kelly-Familiy :) ). Der erste Refrain ist wirklich Sahne. Leider muss ja später wieder mit der Langweilerstimme rumgejohlt werden. Vor allem das "raiaiaight" nervt. Dadurch nicht 9 sondern
8,5/10

Surf's Up, School's out
Zum Abschluss noch mal kappes. Das "Yeah" finde ich zwar total lässig, muss da immer irgendwie mitgröhlen. Aber der Refrain ist für mich Bullshit.
4,5/10

Small Reprise
Keine Wertung

Gesamt:
Da ich ja ein Verfechter des "lieber 3 geile und 10 Schrott-Lieder als 13 solide Songs" bin, ist es gar nicht so tragisch, dass einige Lieder des Albums bei mir in etwa so viel Genuss bringen wie Nasenbluten und Durchfall (wobei letzteres manchmal durchaus auch befreiend sein kann). Immerhin sind ein richtig gutes Lied und 3 passable Nummern auf dem Album. Insgesamt natürlich keine gute Scheibe - da müssten schon 4 oder 5 Lieder richtig gut sein um das Duo des Grauens (Lied 2 und 8 ) und die 5 weiteren Ausfälle auszugleichen.
Und noch was: es ist natürlich Geschmackssache, aber mir gefällt nunmal der Gesang nicht so sehr. Nur in den ruhigen Momenten ist es in Ordnung. Da geben dann aber meist die Kompositionen nicht so viel her. Wie auch immer. Nur Queen I ist schlechter:
4/10


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BeitragVerfasst: 06.10.2010 01:27 
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es ist nicht fair dieses album in eine reihe mit allen anderen Queenalben zu stellen...

voodoo stammt von paul rodgers (keine große überraschung)... paul rodgers wird sich wohl eher wohlgefühlt haben, als brian und roger ;)
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BeitragVerfasst: 06.10.2010 18:51 
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Wieso ist das nicht fair?


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BeitragVerfasst: 06.10.2010 22:02 
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Kaninchengraf hat geschrieben:
Wieso ist das nicht fair?


ich spitze die auf der hand liegende antwort mal mit einem david´schen essensvergleich zu:

man vergleicht ja auch nicht vier granatäpfel mit drei trockenpflaumen :P

(ist doch klar :roll:, schon ´made in heaven´ gehört nicht völlig gleichberechtigt zum Queen-kanon und ´the cosmos rocks´ ist eben so ein halbes Queen-album)
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My soul is painted like the wings of butterflies... (1991)
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BeitragVerfasst: 06.10.2010 22:21 
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Auf der anderen Seite muss sich Queen sowas gefallen lassen. Schließlich haben sie QUEEN fett aufs Cover drucken lassen.
Ich habe, nachdem ich die sehr kritische Kaninchengraf-Bewertung gelesen habe, wieder mal Cosmos Rocks aufgelegt und habe etwas im Booklet geblättert. Ich habe dann das Bild von den drei Hauptakteuren angeschaut und gedacht: "Coole Band! Hätten sie sich nur anders genannt, wäre die Häme nicht so schlimm ausgefallen."
Das war sehr überraschend für mich, denn eigentlich vertrete ich die Meinung, dass Brian und Roger das Recht haben, den Namen Queen zu benutzen. Aber mit Paul Rodgers wurde es, berechtigterweise, eine andere Band. Lieder wie Voodoo und Through the Night belegen dies ja, auch wenn es beispielsweise mit "Sleeping on the Sidewalk" auch ähnliche Lieder im Queen-Universum gibt.
Interessant fand ich übrigens, dass ich "Through the Night" plötzlich auch leiden konnte, obwohl dies für mich das schlechteste Lied bislang auf Cosmos Rocks war. Mittlerweile verschieben sich einige meiner Vorlieben. Schön zu sehen, dass dieses Album auch wächst (und schrumpft ^^)


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BeitragVerfasst: 07.10.2010 14:07 
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Wie ich schon an anderer Stelle aufführte: Ich gehe das Album mittlerweile so an, dass ich es als x-beliebiges Album einer x-beliebigen band betrachte. Bei Vergleichen mit dem "wahren Queen" (mit Freddie und by the way mit John, der bei Cosmos Rocks schmerzlich fehlt - einen guten Bassisten hört man vor allem dann, wenn er fehlt) kann das Album nur untergehen, schon wegen des Gesangs....
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BeitragVerfasst: 07.10.2010 16:45 
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wobei der gesang natürlich geschmackssache ist. ich denke, jeder stimmt mir zu wenn ich sage, dass paul rodgers in der musik, die er normalerweise macht (nämlich blues-rock), absolut perfekt ist.

es geht auch nicht darum, dass es ausgerechnet paul rodgers ist, sondern dass es nicht freddie ist.... stimmts?
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BeitragVerfasst: 07.10.2010 17:51 
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Zitat:
es geht auch nicht darum, dass es ausgerechnet paul rodgers ist, sondern dass es nicht freddie ist.... stimmts?


So hatte ich das auch verstanden, und das wird auch der Hauptgrund für den Misserfolg: Nicht + Paul Rodgers, sondern - Freddie Mercury (Und John, na klar)


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BeitragVerfasst: 08.10.2010 10:59 
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... und da ich keinen Bluesrock mag, erklärt das auch einiges;-)
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BeitragVerfasst: 08.10.2010 11:41 
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hat ja auch niemand verlangt, dass jeder es gut finden muss ;)
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BeitragVerfasst: 08.10.2010 16:12 
Sheer Heart Attack
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Was hat es mit Fairness zu tun, dass ich persönlich eine Einordnung in die gesamte Queen-Diskografie vornehme? Diesen Äpfel-mit-Birnen-Spruch finde ich in diesem Zusammenhang unpassend, da es um eine subjektive Einschätzung der Klasse von Musik geht. In diesem Fall ist auch ein Äpfel-mit-Birnen-Vergleich legitim, denn ich fühle mich sehr wohl im Stande zu beurteilen, ob mir Äpfel oder Birnen besser schmecken (Äpfel nämlich). Transfer auf die hiesige Thematik: Bis auf Queen I finde alle anderen Queen-Alben besser (Flash Gorden mal ausgenommen). Was hat das mit Fairness zu tun?

Beim Anhören der Lieder nehme ich keinerlei Vergleich vor, ich bewerte in dem Moment absolut und versuche mich an einer auf meinen Geschmack normierten Skala zu orientieren. Mit anderen Worten: wie gut gefällt mir das Lied auf meiner persönlichen Gutfindeskala. Erst nach der Wertung kommt die Beurteilung und anschließend ein Vergleich mit etwaigen Wertungen anderer Lieder.

Da es sich hier nach wie vor um die Band Queen handelt und dieser Thread im Queen-Bewertungs-Thread zu Hause ist, dachte ich, dass eine Einordnung in die gesamte Queen-Werke interessant sein könnte. Dabei ist mir völlig schnuppe, ob sich die Band besetzungstechnisch oder stilistisch geändert hat. Mir geht rein um meine subjektive Einschätzung der Qualität der Mucke.

Wem es besser gefällt: In meiner ewigen Hall-of-Fame aller CD's die ich besitze, nimmt das Album ungefähr Platz 4300 von 5000 ein.

Oder wem das besser gefällt: In meiner ewigen Hall-of-Fame aller CD's des Projekts Queen und Paul Rodgers nimmt das Album genau Platz 1 von 1 ein.


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BeitragVerfasst: 12.10.2010 09:34 
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Innuendo
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Kaninchengraf hat geschrieben:
Oder wem das besser gefällt: In meiner ewigen Hall-of-Fame aller CD's des Projekts Queen und Paul Rodgers nimmt das Album genau Platz 1 von 1 ein.


:lol
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BeitragVerfasst: 12.10.2010 21:04 
The Miracle
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Ich stimme deinem Beitrag zu, kaninchengraf. Und sogar die Bemerkung mit den Äpfeln und Birnen wollte ich genauso machen (in meiner persönlichen Geschmacksrangliste stehen Äpfel auch klar weiter oben).

Wo ich dir natürlich nicht zustimmen kann, ist bei der subjektiven Bewertung einiger der Songs, schließlich ist "Voodoo" auf diesem nicht besonderen, aber doch gelegentlich ganz gut hörbaren Rockalbum noch immer einer der coolsten. 8)
Mit Geduld und Tesafilm kann man eine Katze an allem befestigen.


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BeitragVerfasst: 23.01.2012 20:41 
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Ha! Höre sie gerade wieder und bin sehr gut gelaunt :D.


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BeitragVerfasst: 18.12.2012 19:28 
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Jazz
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Als ich damals von dem Queen + Paul Rodgers Projekt hörte, war ich sehr skeptisch. Ich war damals noch nicht einmal volljährig und konnte mich nicht so wirklich mit dem Gedanken eines anderen Lead Sängers anfreunden, dabei war es egal ob es Paul, oder aber auch irgendjemand anderes gewesen wäre, denn es war nunmal nicht Freddie. Am Ende war es dann doch die Freude das Brian und Roger wieder auf Tour gehen die damals überwog. Das Album habe ich mir dann später auch geholt und sah das Projekt weiterhin sehr kritisch, aber sah es gleichzeitig auch als richtige Entscheidung sich Paul ins Boot zu holen. Häufig ist die CD seitdem nicht im Player gelandet, aber im Zuge der ganzen Reviews, habe ich mich schon auf ''The Cosmos Rocks'' gefreut.

das Album beginnt mit einem echten Intro, welches Queen Fans sofort an ''One Vision'' erinnert. Allerdings wird dessen Klasse beim Intro nicht erreicht, vielmehr hört es sich etwas merkwürdig an. Dann setzt Brians Red Special ein und los gehts. Den Text von ''Cosmos Rockin' '' ist nicht so unbedingt meins, ansonsten geht der Song als Opener allerdings in Ordnung. Dann Ende erinnert mich dann bereits das erste mal an Queen. ''Time To Shine'' ist dann schon der erste Höhepunkt des Albums. Es vermittelt eine positive Stimmung und geht ganz gut ins Ohr. ''Still Burnin' '' finde ich einfach langweilig. Der kleine ''We Will Rock You'' Teil ist zudem vollkommen unnötig. Mehr fällt mir dazu auch nicht ein.
Mit ''Small'' geht es dann wieder steil aufwärts. Eine tolle Ballade zu der man fast etwas träumen kann. Ich finde das nun schwer zu erklären, aber sie gibt einem so ein gemütliches Gefühl von Geborgenheit. Gehört auf jedenfall zu den Songs, die ich damals, wie heute, immer mal wieder gerne höre. Ebenfalls dazu gehört ''Warboys''. Auf dem Album ist der Song nochmal um einiges gereift und ist der erste richtige Rocker des Albums. Auch Pauls Gesang gefällt mir hier sehr gut. Leider finde ich diese Schüsse im Hintergrund teilweise viel zu laut und nervig beim lauten hören über die Anlage. Dennoch ein starkes Stück. ''We Believe'' erinnert mich dann am meisten an die gute alte Zeit. Dieser Song hat richtigen Hymnen Charakter und hätte wohl auch wunderbar zu Obama damals gepasst. Das Album hat hier definitiv seine stärkste Phase. ''Call Me'' erinnert mich an ''Crazy Little Thing Called Love'', ohne mich aber wirklich zu überzeugen. Dennoch hat es einen gewissen mitmach Effekt. ''Vodoo'' ist dann die Sparte, in der sich Rodgers dann wohl am meisten wohlgefühlt haben wird. Der Song markiert für mich den Tiefpunkt des Albums. Das Lied plätschert mich dahin und ich langweile mich einfach nur. Der Anfang von ''Some Things That Glitter'' gefällt mir da schon wieder besser. Sicherlich haut es keinen vom Hocker, aber es ist ein nettes kleines Stück. Der Anfang gefällt mir hier besonders gut. ''C-Lebrity'' ist dann der zweite Rocker auf dem Album. Hat mir damals in der Live Version schon ganz gut gefallen und auf dem Album ist das nicht anders. Es ist das wohl härteste Stück auf ''The Cosmos Rocks'' und eine gute Abwechslung aus dem Balladenlastigen Album. Ich hätte mir damals allerdings eher ''We Believe'' als Single Veröffentlichung gewünscht.
''Through The Night'' beginnt mit einer coolen Gitarre von Brian. Das ist für mich dann auch schon der Höhepunkt des Songs, aber das ist gar nicht so negativ gemeint wie das hier nun klingt. Ich mag den Gesang von Paul und den Song als Ganzes eigentlich auch ganz gerne.
Bei ''Say It's Not True'' hört man dann teilweise endlich Brian und Roger
als Leadsänger. Etwas was ich mir häufiger gewünscht habe für dieses Album. Der Effekt auf den Stimmen ist unnötig und gefällt mir nicht so gut. Allerdings baut sich dieses Stück gut auf und findet den Höhepunkt mit Pauls Einsatz.
''Surf's Up, Schools Out'' erinnert mich an damalige Experimente der Band und ist sicherlich das kreativste Lied der Band. Ich mag die ''Yeahs'' von Roger und insgesamt gehört dieser Song wieder zu den Höhepunkten.
Mit ''Small Reprise'' endet dieses Album dann versöhnlich.

Auch bei diesen Hördurchgang wird klar, das Queen hier nichts historisches geschaffen haben und auch im restlichen Katalog der Band, ist dieses Album eher unten anzusiedeln. Dennoch sind ein paar gut Songs vertreten und es liegt auch an überhöhten Erwartungshaltung einiger, das dieses Album teilweise so zerrissen wird. Auch ich greife nun eine oft besprochene Thematik nochmal auf:
Ich glaube das Album hätte positivere Kritiken bekommen wenn nicht der Name Queen auf dem Cover erschienen wäre. So zwängt sich ein Vergleich zu anderen Songs und Alben ja förmlich auf. Sicherlich war der Name für die Verkäufe von Vorteil, aber ansonsten halt eben auch ein Hindernis, denn unter anderem Namen wäre das doch eigentlich eine ganz coole Band gewesen. So müssen sich Brian und Roger nunmal ewige Vergleiche mit der Vergangenheit gefallen lassen und das auch zurecht.
It ain't over till it's over


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