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BeitragVerfasst: 03.04.2012 10:33 
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Innuendo
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BeitragVerfasst: 06.04.2012 21:11 
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Am 24.11.1991 starb Freddie Mercury. Am 06.11.1995 veröffentlichte man Queens 15. Studioalbum... und was kann man alles über dieses Album sagen? Es ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Es verkaufte sich pervers oft. Sechs Single-Auskopplungen, ein über 20 Minuten langes "Instrumental-Stück", ein Lied, in dem alle drei Sänger jeweils eine Strophe singen... die Liste ist beliebig weiterzuführen.
Und natürlich vorangestellt die Frage: Kann man dieses Album neutral bewerten; ohne diesen Sonderstatus? MUSS man das gar? Nein, muss man nicht, denn so oder so ist dieses Album besonders. Und nicht nur Brian und Roger liegt viel an diesem Album, auch viele Fans, insbesondere die jüngeren tragen es in ihrem Herzen.
Resteverwertung oder gar Leichenfledderei? Ist es unfair oder gar unmoralisch, selbst Freddie-Sololieder in ein Queen-Gewand zu stecken? Schließlich danke doch Freddie den Queen-Jungs, dass sie sich rausgehalten haben. Aber wie sehr die Jungs den Liedern einen Mehrwert verpassen, merkt man dann ziemlich schnell. "Made in Heaven" wirkt viel bombastischer und dramatischer. "I Was Born to Love You" sprüht nun vor Lebensfreude und man kann nicht anders als sich toll zu fühlen. Aber auch, wenn Queen ihre eigenen Lieder überarbeiten, wie beispielsweise die B-Seite "My Life Has Been Saved" (ironischer kann ein Titel ja kaum lauten auf diesem Album) sieht man, dass man noch etwas rausholen kann (die Deluxe-Version bietet dann auch gleich die Original-Version an, die klangtechnisch doch in den 80ern gefangen zu sein scheint. Und der Effekt auf Freddies Stimme wirkt ziemlich befremdlich). Das tolle "Heaven For Everyone" von Rogers Formation "The Cross" gewinnt vor allem durch die Queen-Chöre und Brians Gitarrenarbeit an Qualität und war berechtigterweise ein großer Hit.
Brians "Too Much Love Will Kill You" allerdings fällt in der von Freddie gesungenen Version etwas ab. Da passt Brians zerbrechlich wirkende Stimme wesentlich mehr und weniger Dramatik macht das Lied seltsamerweise dramatischer. Eine bessere Stimme ist eben nicht immer songdienlich. (Fragt Bob Dylan!)
Aber richtig spannend wird's bei dem Album ja bei den neuen/ unveröffentlichten Liedern. Die Demos "It's a Beautiful Day" sowie "Let Me Live" aus den The Game-Sessions sind konsequent weiterentwickelt worden und passen perfekt ins Konzept des Albums. Während ersteres nicht wie ein ganzes Lied wirkt, ist es doch der perfekte Opener für das Album. "Let Me Live" ist ein wahrer Knaller. wieder mal etwas Gospel, und dazu noch Gesang von Freddie, Roger und Brian in einem Lied. Danke für dieses Geschenk. Das hätte man gern öfter gehabt.
Bleiben noch die Lieder, die nach Innuendo entstanden sind. "You Don't Fool Me" beeindruckt dadurch, dass es nur ein paar Gesangsfetzen sind, die man nutzen konnte. Dass daraus eins der tanzbarsten Queen-Lieder wurde, ist zu begrüßen. Man traf den Nerv der Zeit und Clubs und Discos spielten diesen Song in allen möglichen Versionen. Würde mich nicht wundern, wenn das bald wieder in den Clubs landet. Adam Lambert hätte sicherlich seine Freude daran, das zu singen, und Brian kann endlich mal sein bestes Gitarrensolo seit Jahren mal live spielen!
"A Winter's Tale" ist eine fantastisch schöne Nummer über die Schönheit von Montreux und der ruhigen Winterzeit. Da bleibt kein Wunsch offen, denn die Poesie des Textes, Freddies unglaubliche Stimme, nur ein paar Monate vor seinem Tod, wieder diese Queen-Chöre, machen diese Komposition zu einem kleinen Juwel. Super.
Was übrig bleibt, ist ein Lied, was außer Konkurrenz steht. "Mother Love", das letzte von Freddie eingesungene Stück. Hier singt ein Mensch, der weiß, dass es zu Ende geht und singt sich seine Verzweiflung aus der Seele. Niemand hätte wahrscheinlich früher erwartet, dass ein Mann ehrlich die Worte singen kann "Mother please! Let me back inside!". Und dass Brian die letzte Strophe einsingen musste... das geht ans Herz.


Dieses Album hat das beste Cover-Artwork, den besten (und passendsten) Titel und natürlich Freddies letzte Lieder. Die Produktion ist etwas "over the top". Loudness War durch und durch, gerade die 2011-Remasters Version rappelt und verzerrt da ein wenig zu oft.
Dennoch: Abschluss würdig gemeistert. ein tolles Album!


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BeitragVerfasst: 07.04.2012 11:01 
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Daumen hoch für deine Rezension. Kann ich so unterschreiben, bis auf das Folgende:

Scirocco hat geschrieben:
(...) Die Demos "It's a Beautiful Day" sowie "Let Me Live" aus den The Game-Sessions sind konsequent weiterentwickelt worden (...)


Meist liest man, "Let Me Live" stamme ursprünglich aus den Works-Sessions.


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BeitragVerfasst: 07.04.2012 11:04 
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Electricfire hat geschrieben:
Daumen hoch für deine Rezension. Kann ich so unterschreiben, bis auf das Folgende:

Scirocco hat geschrieben:
(...) Die Demos "It's a Beautiful Day" sowie "Let Me Live" aus den The Game-Sessions sind konsequent weiterentwickelt worden (...)


Meist liest man, "Let Me Live" stamme ursprünglich aus den Works-Sessions.


Danke für den Hinweis. :D


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BeitragVerfasst: 07.04.2012 12:42 
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Ich war mir eigentlich recht sicher das ''Let Me Live'' aus der Hot Space Zeit stammt. Wie dem auch sei, du triffst mit deiner Rezension diesmal den Nagel ziemlich auf den Kopf. Made in Heaven hat nunmal eine Sonderstellung und warum sollte man das nicht mit in die Bewertung einfließen lassen dürfen? Schließlich ist es für viele Fans nunmal etwas besonderes und für einige sogar die erste ''Berührung'' mit Queen.
It ain't over till it's over


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BeitragVerfasst: 07.04.2012 12:42 
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Doppelpost, kann gelöscht werden ;)
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Zuletzt geändert von KingFreddie am 07.04.2012 13:57, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 07.04.2012 12:52 
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Innuendo
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ich biete noch eine andere session an... war let me live nicht 1976 geplant gewesen... als duett mit rod steward.. oder hat das irgendwer in die welt gesetzt?
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BeitragVerfasst: 07.04.2012 13:03 
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david hat geschrieben:
ich biete noch eine andere session an... war let me live nicht 1976 geplant gewesen... als duett mit rod steward.. oder hat das irgendwer in die welt gesetzt?



Nee, das war schon 80er. Freddies Stimme auf Let Me Live ist definitiv nicht seine 76er-Stimme.


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BeitragVerfasst: 07.04.2012 14:20 
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Ich habe gerade eine ähnliche Diskussion im Queenzone Board gefunden.
Es scheinen wohl mehrere Gerüchte bezügliche der Aufnahme Daten einzelner Songs zu existieren.
http://www.queenzone.com/forums/1295392/made-in-heaven-vocals.aspx
It ain't over till it's over


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BeitragVerfasst: 08.04.2012 12:06 
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KingFreddie hat geschrieben:
Ich habe gerade eine ähnliche Diskussion im Queenzone Board gefunden.
Es scheinen wohl mehrere Gerüchte bezügliche der Aufnahme Daten einzelner Songs zu existieren.
http://www.queenzone.com/forums/1295392/made-in-heaven-vocals.aspx


Demnach hat sich ja Brian geäußert und 1983 bestätigt. Allerdings ist sein Erinneungsvermögen auch nicht das Beste, wie wir wissen... So wichtig fänd ich die Info auch nicht. Das mit Rod Stewart hab ich asber auch öfter gelesen. Wäre ja auch interessant.


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BeitragVerfasst: 17.09.2012 23:00 
Sheer Heart Attack
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Sehr schöne Rezensionen. Hat Spaß gemacht. Klar, bei den Bewertungen der einzelnen Lieder gehen die Meinungen auseinander (bei mir schneidet beispielsweise der Großteil der A Kind of Magic deutlich besser ab, The Works finde ich hingegen bis auf Radio Gaga und It's a hard Life eher schwach, Innuendo ist auch nicht in meiner Queen-Top-8 (geschweige denn A Night at the Opera in meiner Queen-Top-10) und Scandal ist einer meiner Favoriten überhaupt). Aber jegliche Aussage, die lediglich den eigenen Geschmack betrifft, ist legitim. Außer im Falle von Was it all worth it. Bestes Queen-Lied und vielleicht bestes Lied überhaupt auf der Erde. q.e.d. :mrgreen:


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