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BeitragVerfasst: 07.06.2013 14:23 
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Platz 4: Made In Heaven (14 Punkte)

Made In Heaven ist ein schöner Abschied geworden. Nicht zu traurig und durchgehend würdevoll ist es für mich, was John, Brian und Roger in mühevoller Kleinarbeit erarbeitet haben.

Es beginnt mit den lauter werdenden Keyboard-Flächen, dem Vogel, dem Klavier, und dann... Freddie mit einer Textzeile, die ich so damals nicht erwartet hätte, das weiß ich noch vom ersten Hören 1995. Bin dann fast in Tränen ausgebrochen. It's A Beautiful Day ist gleichzeitig wunderbar optimistisch und melancholisch geworden. Made In Heaven ist von einer ähnlichen Stimmung geprägt, ist toll instrumentiert. Ich finde, dass die Nachbearbeitung der Solo-Sachen hier am gelungensten ist. Three, Four - Gospel mag ich bei Queen immer. In Queen- und Solo-Katalog zusammengenommen ist Let Me Live bereits das vierte Lied in diesem Stil - Somebody To Love, The Golden Boy und All God's People sind die anderen - es gefallen mir alle. Ohne Traurigkeit, sehr aufbauend. Dann Mother Love, für mich eines der düstersten und traurigsten Lieder der Band. Bin immer den Tränen nah im "Out in the city"-Teil. My Life Has Been Saved leidet etwas unter seiner Instrumentierung, finde ich. Hätte raffinierter sein können. Aber ein schönes Lied. I Was Born To Love You ist wie Made In Heaven eine gute Überarbeitung, aber meines Erachtens speziell am Ende etwas überladen mit Effekten. Dann Heaven For Everyone, das ich schon in der Cross-Version mochte. Hat etwas sehr Gelöstes. Schöne Melodie, guter Text, spannender Aufbau. Ein Roger-Highlight. Too Much Love Will Kill You mochte ich jahrelang in der Brian-Version lieber, sowohl vom Gesang als auch von der Instrumentierung her, das hat sich inzwischen etwas geändert. Mit Freddie ist es NIE kitschig, bei Brian durchaus an manchen Stellen. Aber tolle und sehr emotionale Ballade nichtsdestotrotz. You Don't Fool Me hat Brians grandioses Solo, und auch sonst konnte ich dem Lied immer viel abgewinnen. A Winter's Tale ist wie Mother Love ein Abschiedsgeschenk von Freddie, von der Stimmung her wieder eine Mischung aus optimistisch und traurig für mich. It's A Beautiful Day (Reprise) haut einem noch mal eins auf die Ohren (Ja, wir waren immer eine ROCKBAND), bis dann der lange sphärische Ausklang kommt. Die Abschiedsreise.

Das letzte Album mit Freddie (für manche war das ja schon Innuendo, für mich nicht) hat einen hohen emotionalen Stellenwert.
Er lebt im Herzen weiter.


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BeitragVerfasst: 07.06.2013 17:04 
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Innuendo
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Also ich teile die Rangfolge auch nicht immer, aber die Bewertungen sind spannend, fundiert und interessant und lesen sich gut und bei vielen Einzelsongs sehe ich das genauso wie Du, Frank. Action This Day - hätte nie gedacht, dass das noch jemand außer mir so gut findet;-) Was interessiert einen schon der Respekt eines alten Volkswagens :twisted: :wink:
Es gibt kein Fleisch von glücklichen Tieren. Nur von toten. (Karen Duve)

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BeitragVerfasst: 07.06.2013 18:31 
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Bei welchen Liedern haben wir denn noch Übereinstimmungen?
Ach, der olle Sciro mit seinem Schandmaul! 8)


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BeitragVerfasst: 08.06.2013 12:35 
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Action this Day ist zwar nicht in meiner TOP-5, aber zumindest ziemlich weit vorne. War anfangs lange Zeit sowohl mein Lieblings-Lied auf der Hot Space als auch von Roger Taylor. Mittlerweile aber abgelöst von Life is Real und Drowse.

Und Sciroccos Spruch fand ich lustig. War doch nicht ernst gemeint. :D


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BeitragVerfasst: 08.06.2013 13:07 
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Weiß ich doch! :D


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BeitragVerfasst: 08.06.2013 13:45 
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Platz 3: News Of The World (16 Punkte)

Das Album mit Ecken und Kanten. Zeigt schon das Cover. Ich rechne der Band hoch an, dass sie hier zeigt, dass sie auch ganz anders kann als auf A Day At The Races.

We Will Rock You - erstaunlicherweise ist einer der Klassiker, den man schon so oft gehört hat, noch nicht überhört. Mag immer noch den erdigen Sound und den Moment, wenn Brians Powerchord dann endlich kommt. We Are The Champions hat einen ähnlichen Klassiker-Status, habe es sicher auch schon tausend Mal gehört. Hier noch weniger Abnutzungserscheinungen. Wenn, dann bei den Konzerten, aber bei der Studioversion nicht. Gerade der Kontrast der leisen und lauten Teile fasziniert und begeistert mich immer wieder, John mit seinen Bass-Spielereien sowieso. Sheeeeeer Heart Attack - YES. Laut und ungehobelt. Mag es total. Sogar und insbesondere die Quietschgeräusche. All Dead All Dead ist schön, irgendwie auch ungewöhnlich. Steht für mich aber etwas im Schatten von Spread Your Wings. Mein absolutes Lieblingslied von John, löst Emotionen in mir aus. Brians Gitarre wehklagt, Freddie singt aus voller Brust und vollem Herzen - ich mag es sehr. Persönliche Queen Top 5. Fight From The Inside: Da weiß ich noch, dass ich, als ich die Platte neu hatte, mit dem Lied (und einigen anderen) wenig anfangen konnte und es eher doof fand. Heute finde ich das Lied grandios cool. Die Gitarren klingen z. T. wie knarzende Maschinen in einer Fabrik. Get Down Make Love ist Freddies erstes Sex-Lied, und die finde ich alle cool. Hier kommen auch die verrückten Gitarren zurück, aber diesmal total durchgedreht. Hat jemand von euch als Kind Bibi Blocksberg gehört? Das Geräusch ihres fliegenden Besens haben die Macher definitiv von Brian geklaut. Sleeping On The Sidewalk - kein Lied, über das man lang grübelt. Wenn ich es höre, ist es aber unterhaltsam und klingt gut. Frisch klingt es. Hat bestimmt mit der First Take-Geschichte zu tun, ob's nun stimmt oder nicht.

Überhaupt der Klang der Platte - Hammer. Ich finde, dass die Instrumente, insbesondere Gitarre und Schlagzeug, genial klingen. Und bei Sleeeping On The Sidewalk höre ich gerade, dass der Bass auch laut wummert, das könnte aber an den Remasters liegen. Egal - die Produktion ist supergut.

Who Needs You - ich würde zwar jetzt nie sagen "Oh, ich will jetzt aber mal unbedingt wieder Who Needs You hören", aber als ich es gerade hörte, musste ich feststellen, dass dieser nette Latino-Pop viel Charme besitzt. It's Late - klingt so geil! Irre Chöre, Bums-Schlagzeug, Brian klingt auch famos. Beonders das Solo. Und Freddie singt diesen Über-Rocker fantastisch. Der Ausklang: My Melancholy Blues. Hat eine tolle Atmosphäre, klingt sehr elegant und ist toll gesungen. Diese tolle Freddie-Ballade ist noch ein Kandidat für meine Queen Top 5 - jetzt habe ich einmal mit diesen blöden Top 5 angefangen, und als bekloppter Fan hat man natürlich viel zu viele Lieblingslieder und längst eine Top 15 kreiert! :lol:

Mein Fazit: Eine extreme Bandbreite, kein roter Faden. Stört mich aber nicht. Ich habe gerade einen meiner großen Lieblinge gekürt. Veröffentlicht auch noch an meinem Geburtstag, dem 28. Oktober 1977.

Musste ja gut werden.


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BeitragVerfasst: 08.06.2013 22:00 
Sheer Heart Attack
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News of the World ist bei mir ja eher unten platziert. Nach Deinem Beitrag habe ich aber wieder große Lust bekommen, die Scheibe anzuhören - vielleicht auch mit anderen Ohren als sonst.


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BeitragVerfasst: 08.06.2013 22:39 
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Das freut mich!
Ich habe gerade noch einmal deine Bewertungen gelesen und bin bei A Kind Of Magic hängengeblieben, das du ja relativ hoch ansiedelst. Werde es jetzt hören!


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BeitragVerfasst: 09.06.2013 13:21 
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Platz 2: Innuendo (18 Punkte)

Wenn mein Herz vollkommen subjektiv an einem Album hängt, dann an diesem, das ich als 13jähriger im Jahr der Veröffentlichung noch zu Freddies Lebzeiten kaufte. Die kleine Geschichte dazu habe ich schon mal erzählt. Eine Freundin, mit der ich immer den Nachhauseweg von der Schule bestritt, schenkte mir eines Tages eine Cassette: The Invisible Man plus Live Magic. Das muss im Sommer 1991 gewesen sein. Irgendwann hörte ich das Konzert nur noch und dachte, HA, hast du wohl nun deine Lieblingsband gefunden. Noch nie vorher hatte mich Musik so gefesselt. Dann ging's in den Plattenladen, warum es Innuendo wurde, weiß ich gar nicht mehr genau. Vielleicht, weil es das aktuellste Album der Band war. Das Cover gefiel mir von Anfang an unglaublich gut. Die Musik auch sehr schnell. In den Herbstferien 1991 war ich mit meinem besten Freund und seinen Eltern im Schwarzwald, und meine Erinnerung ist, dass ich das Album auf der Autofahrt per Walkman hörte, vollauf begeistert war und sich bereits eine gewisse Vertrautheit beim Hören eingestellt hatte. Dann starb Freddie, für mich unerwartet, ich hatte in der Vor-Internet-Zeit und ohne Boulevardpresse wenig (oder gar nichts, das weiß ich nicht mehr genau) von den Spekulationen über seinen Gesundheitszustand mitbekommen. Viele Tränen flossen, Fan war ich wohl schon. Bis heute, über 20 Jahre später. Old boy.

Roger und tolle Keyboards geben zu Begin des Albums eine düstere, majestätische Stimmung vor. Innuendo ist definitiv eines meiner Lieblingslieder der Band und begeistert mich durch seine grandiosen Instrumental-Passagen, Freddies Gesang, die Chöre, die abwechslungsreiche Struktur und einen ausdrucksstarken Text. I'm Going Slightly Mad steht ebenfalls weit oben in meiner Gunst. Durch und durch Freddie, humorvoll schräg und doch gleichzeitig ernst, wenn auch erst im Rückblick. Die kleineren und größeren Anspielungen auf die Endlichkeit, die ja auch in weiteren Liedern des Albums enthalten sind, verleihen dem Album Tiefe und Ernsthaftigkeit, die man so von Queen kaum kennt. Am Ende des Liedes glänzt John mit einem wunderbaren Basslauf. Headlong höre ich immer gern, guter Rocker, Brian klingt fantastisch. Das Lied passt an dieser Stelle gut, es ist gerade heraus und nicht so verkopft wie seine beiden Vorgänger. I Can't Live With You - als 13jähriger eines meiner Lieblingslieder auf dem Album, heute am anderen Ende der Wertschätzung. So ändern sich die Wahrnehmungen. Einige haben es schon erwähnt, es hat mehr mit der verquasten Produktion als mit dem Lied selbst zu tun, wie der '97er Retake beweist. Don't Try So Hard ist wunderschön und traurig. Freddie singt herzzerreißend, toll klingende Synthesizer, Roger und speziell Brian klingen großartig.

Die Red Special "singt" auf diesem Album überhaupt so gut wie nie.

Ride The Wild Wind ist in seiner Atmosphäre Don't Try So Hard ebenbürtig. Und wieder begeistern mich speziell Brians Gitarrenarbeit und die tollen Effekte, die er hervorruft. All God's People mag ich ebenfalls sehr, kreative Chöre (das letzte "incredible" ist grandios), optimistische Stimmung und ein toller Mittelteil, in dem das Klavier auch endlich mal wieder zurückkommt. These Are The Days Of Our Lives ist eine traurige Perle. Wieder ist es Brian, der so schön spielt wie selten zuvor. Freddie hat eine wunderschöne Stimmlage, und im Rückblick besingt er seinen Abschied, ohne Wehklagen. I still love you. Feuchte Augen. Delilah fällt für mich in die gleiche Kategorie wie Slightly Mad - ich verzeihe Freddie alles, was mit Humor und Sex in seinen Liedern zu tun hat. Wieder Brian: Die Gitarre als Katze, einmalig. The Hitman zündet mal mehr, mal weniger. Kann gar nicht so genau sagen, was dem Lied fehlt. Die letzten beiden Perlen in der Königinnenkrone sind Bijou und The Show Must Go On. Gehören ebenfalls beide nach ganz oben in meiner Wertschätzung. Bijou ist für mich so emotional, dass ich es Brian und Roger fast übel genommen habe, dass sie dieses Lied in die Live-Situation übertragen haben. Das ist für mich Freddie im Studio, bewegende drei Minuten Liebeserklärung, die Brian wunderschön vervollständigt. The Show Must Go On kann mich ebenfalls zu Tränen rühren und ist ein grandioses Epos. Wieder wird der Abschied besungen, aber tapfer und unkitschig. Textlich haben Queen wenig Besseres abgeliefert, genauso sieht es für mich beim Arrangement aus. Bass (speziell am Anfang), Gesang und Gitarre stechen als besonders großartig heraus und vermitteln eine ungeheure emotionale Tiefe.

Schön, dass Freddie dieses tolle Album in seinem letzten Lebensjahr veröffentlichen konnte. Er war sicher zurecht stolz darauf.


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BeitragVerfasst: 09.06.2013 16:06 
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Jazz
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Scirocco hat geschrieben:
Baq, Headlong und Stoffel haben noch versprochen, mitzumachen :( .


Mache ich auch mal....



irgendwann :twisted:


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BeitragVerfasst: 09.06.2013 20:14 
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Electricfire hat geschrieben:
Weiß ich doch! :D


Ich auch;-)

Übereinstimmungen vielfach bei Queen II, Made in Heaven, Hot Space (ich mag z.B. Dancer und Action this Day auch), ich mag nur die anderen Alben erheblich lieber.
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BeitragVerfasst: 09.06.2013 20:21 
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Kaninchengraf hat geschrieben:
News of the World ist bei mir ja eher unten platziert. Nach Deinem Beitrag habe ich aber wieder große Lust bekommen, die Scheibe anzuhören - vielleicht auch mit anderen Ohren als sonst.


Das ist eben auch mir aufgefallen. Die unterschiedlichen Perspektiven lassen mich über Lieder anders denken und neugierig, da mal wieder reinzuhören. Ist schon ein ziemlich gutes Zeichen, wo man doch die Lieder in- und auswendig kennt. Ist eben eine grandiose Band.


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BeitragVerfasst: 10.06.2013 17:25 
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AliveOnTwoLegs hat geschrieben:
Electricfire hat geschrieben:
Weiß ich doch! :D


Ich auch;-)

Übereinstimmungen vielfach bei Queen II, Made in Heaven, Hot Space (ich mag z.B. Dancer und Action this Day auch), ich mag nur die anderen Alben erheblich lieber.


Da haben wir wahrscheinlich mehr Überschneidungen, als wir dachten!

Findet sich jemand in meiner Innuendo-Bewertung wieder?


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BeitragVerfasst: 10.06.2013 17:58 
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Platz 1: A Day At The Races (20 Punkte)

Bei Platz 1 und Platz 2 schwankte ich stark zwischen Innuendo und A Day At The Races und hätte am liebsten zwei erste Plätze verteilt, aber das ist ja (verständlicherweise) nicht so gerne gesehen. Innuendo hat den Emotions-Bonus, A Day At The Races den musikalische Qualitäts-Bonus, und ist nun meine Nummer 1.

Die Geschichte aus Innuendo kann ich kurz weiter erzählen. Nach Innuendo kamen dann A Kind Of Magic, das ich als 13jähriger toll (wenn auch nicht so toll wie Innuendo) fand, und die Greatest Hits. Mir gefielen jedoch anfangs die 80er/90er-Sachen der Band sehr viel besser. Als ich dann die Alben weitersammelte, war A Day At The Races mit das erste oder sogar das erste Queen-Album aus den 70ern, das ich mein Eigen nannte. Fand es am Anfang........ gewöhnungsbedürftig und für meinen Teenie-Geschmack zu exzentrisch. Soweit zu den Erinnerungen. Heute ist meine Wahrnehmung eine ganz andere, A Day At The Races ist DAS Album, das ich jemandem schenken würde, der die Band noch nicht kennt. DAS perfekte Album für mich, ohne Schwächen.

Schon die Klammer um das Album, also Intro und Outro mit dieser Escher-Treppen-Gitarre, finde ich fabelhaft, dann der Gong, WUUUUMS, der einen perfekt auf einen der besten Brian-Rocker überhaupt einstimmt. Tie Your Mother Down hat man als Fan auch live schon SO oft gehört, es hat bei mir jedoch keine Abnutzungserscheinungen. Toll sind Riff, Solo, Gesang und Text. You Take My Breath Away ist der totale Kontrast, als ob man mit Freddie und seinem Klavier in einem Raum sitzt. Eine unglaublich emotionale Ballade, für mich vielleicht die schönste von allen. Long Away steht auch ganz oben, ausgewogene Instrumentierung, wunderschöner Text und perfekt von Brian gesungen. Der exzentrische Millionaire Waltz - total verrückt und unglaublich detailverliebt. Abrupte Wechsel und schöne Melodien machen dieses sehr gute Lied aus. You And I ist das einzige Lied des Albums, das für mich ein ganz wenig abfällt, aber nicht viel. Schöner, klassischer Pop. Somebody To Love war, verglichen mit Bohemian Rhapsody, immer mein Favorit. Begeistert mich bei jedem Hören, spätestens an der Stelle kurz vor Brians Solo ("Yeahyeahyeah..."). Freddie in Höchstform. White Man hat bei Queen nie eine große Rolle gespielt. Habe in einem anderem Forum mal gelesen, dass einige Fans den sozialkritischen Text doof und unpassend finden. Ist bei mir nicht so. Mehr noch als der Text begeistert mich aber die Produktion und der Wums, mit dem dieses Lied produziert ist. Nach dem vielen Klavier ist Gitarren-Rock an dieser Stelle gut platziert. Good Old-Fashioned Lover Boy ist ein weiterer Favorit meinerseits und begeistert durch Melodie, Text, Produktion und "Fröhlichkeits-Faktor". Drowse ist ein weiteres Lied für meine persönliche Besten-Liste, das mich mit seinem Text tatsächlich nachdenklich macht. Darüber hinaus so schön gesungen und, wie alles auf dem Album, toll instrumentiert und produziert. Dies gilt auch für Teo Torriatte (Let Us Cling Together), bei dem ich jedes Mal, wenn ich es schreiben will, gucken muss, wie es geschrieben wird. Eine traumhafte Ballade, der Klang des Klaviers ist zauberhaft, genauso wie Freddies Gesang. Geht perfekt ins Outro über, und ist dies zuende, weiß ich eins noch besser als vor dem Hören des Albums.

Warum Queen meine Lieblingsband ist.


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BeitragVerfasst: 10.06.2013 18:04 
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So FERTIG. Hoffe, meine z. T. langen Beiträge haben eher erfreut als genervt. Für die Übersicht des Herren Kaninchengraf hier noch einmal alle meine Platzierungen:

1. A Day At The Races
2. Innuendo
3. News Of The World
4. Made In Heaven
5. A Night At The Opera
6. Hot Space
7. Queen II
8. Sheer Heart Attack
9. Jazz
10. The Miracle
11. Queen I
12. The Works
13. Flash Gordon
14. The Game
15. The Cosmos Rocks
16. A Kind Of Magic

Hat Spaß gemacht! :D Fast schade, dass ich jetzt keine Bewertungsaufgabe mehr habe, vielleicht denken wir uns was Neues aus?
Und - man hat durch das intensive Auseinandersetzen mit den Alben doch tatsächlich über sich selbst als Fan gelernt.

Adiós, muchachos.


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